Olympische Spiele in Deutschland: NRW geht leer aus, Wüst sichert Kandidat München Hilfe zu
Von Susan Dobias
Baden-Baden/Köln - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (51) hat dem deutschen Olympia-Bewerber München seine volle Unterstützung zugesagt. "Wir wollen gemeinsam Olympische Spiele nach Deutschland holen. Das ist unsere gemeinsame Aufgabe, da legen wir uns jetzt voll ins Geschirr", sagte der CDU-Politiker nach der Abstimmung in Baden-Baden.
München hatte sich bei der deutschen Bewerbung um Olympia 2036, 2040 oder 2044 gegen Köln-Rhein-Ruhr durchgesetzt. Die Enttäuschung beim Konkurrenten war entsprechend groß.
"Wir haben ein tolles Konzept hingelegt. Wir waren in vier von sieben Bewertungskategorien vorn, in der Gesamtbewertung München eine Nasenspitze", sagte Wüst. Er sei aber sehr stolz auf den gemeinsam gegangenen Weg.
"Der Sport hat gewonnen. Wir wollen unseren Kindern das Geschenk machen, Olympia im eigenen Land zu erleben", sagte Wüst.
Enttäuscht zeigte sich auch Aachens Oberbürgermeister Michael Ziemons (50). "Wir haben viel dafür gegeben. Viele Aachener und Aachenerinnen haben mit viel Herzblut für Olympia geworben", sagte der CDU-Politiker im "WDR".
Oberbürgermeister Michael Ziemons will jetzt München die Daumen drücken
Und er machte auch gleich klar, dass der Reitsportstandort gerade nach der im August sehr erfolgreichen Weltmeisterschaft bestens prädestiniert gewesen wäre.
"Wir haben gezeigt, dass wir es können und ich darf auch sicher sagen, am Reitsport hat es nicht gelegen, dass es nicht Köln Rhein Ruhr geworden ist. Wir hatten gerade die Welt zu Gast und haben gezeigt, dass wir tolle Gastgeber und Gastgeberinnen sind", betonte Ziemons.
Die letzten Titelkämpfe seien ein echtes Sommermärchen mit 60 Nationen und 500.000 Menschen gewesen, welches man gern weitergeführt hätte. Nun gelte es, sich zu schütteln.
"Wir werden sicherlich großen Reitsport in Aachen jedes Jahr möglich machen", betonte er, wenn auch "ohne olympische Ringe. Wir drücken München natürlich die Daumen und wünschen alles Gute."
Titelfoto: Marijan Murat/dpa

