Tragischer Unfall bei Portugal-Rundfahrt: Frontalcrash mit Auto kostet Radsport-Talent (†19) das Leben
Fafe (Portugal) - Ein tragischer Unfall hat die diesjährige Radrundfahrt Volta a Portugal überschattet. Auf der achten Etappe stieß das britische Nachwuchs-Talent Finlay Tarling frontal mit einem in die Gegenrichtung fahrenden Auto zusammen und starb an seinen Verletzungen. Er wurde nur 19 Jahre alt.
Am Freitag teilte der Veranstalter der Rundfahrt die schrecklichen Nachrichten mit.
Man bedaure zutiefst, "den Tod des britischen Radrennfahrers Finlay Tarling vom NSN Development Team bekannt geben zu müssen, der infolge eines schweren Unfalls während der 8. Etappe des Rennens zwischen Melgaço und Fafe ums Leben gekommen ist", schrieben die Organisatoren.
Die Etappe wurde daraufhin abgebrochen.
Wie der portugiesische Nachrichtensender RTP berichtete, sei Tarling mit einem Auto kollidiert, das nicht zum Rennen gehörte und das entgegen der Fahrtrichtung des Pelotons unterwegs war.
Zwar sei der 19-Jährige sofort medizinisch versorgt worden, die Ärzte konnten Tarling aber nicht mehr helfen.
Die Veranstalter warnten allerdings davor, über den genauen Unfallhergang zu spekulieren: "Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt für Spekulationen über die Umstände des Unfalls. Der Vorfall wird derzeit von der GNR untersucht, die für die gründliche Aufklärung des Sachverhalts zuständig ist."
Radsport: Volta a Portugal wird am Samstag fortgesetzt
Das NSN Development Team trauerte um den Drittplatzierten des Zeitfahrens der diesjährigen englischen U23-Meisterschaften.
"Fin war ein sehr geschätztes Mitglied unseres Teams, aber vor allem war er ein Sohn, ein Bruder und ein Freund für so viele Menschen. Wir werden ihn sehr vermissen", schrieb das Schweizer Team. Der Verstorbene war der Bruder von Joshua Tarling (22), der 2023 WM-Bronze im Einzelzeitfahren gewann.
Auch vom Weltverband UCI und sogar von der portugiesischen Regierung kamen Beileidsbekundungen.
Am Samstag soll die Rundfahrt zwar wieder aufgenommen werden, allerdings nur als sportlicher Wettkampf, nicht mehr als Fest, wie die Veranstalter mitteilten. Mehrere Nebenveranstaltungen werden deshalb abgesagt, vor dem Start der neunten Etappe gibt es eine Schweigeminute für Tarling.
Seine Mannschaft wird dann allerdings nicht mehr vor Ort sein: Wie NSN mitteilte, wird sich das Team von den restlichen beiden Etappen der Volta a Portugal zurückziehen.
Titelfoto: IMAGO / SW Pix

