Skeleton-Ass Jungk trotz Medaillen mit Problem: "Hätte ich so nicht erwartet"
Dresden - In den letzten zehn Jahren gewann Axel Jungk (35) sechs WM-Medaillen und schnappte sich bei den vergangenen beiden olympischen Spielen dreimal Silber im Eiskanal. Das Ass vom Dresdner SC ist einer der erfolgreichsten Skeletonis der Welt und trotzdem hat er ein Problem.
Sponsoren stehen nicht wirklich Schlange. "Das hätte ich so nicht erwartet", räumt der 35-Jährige ein. "In den ersten acht Wochen nach den Spielen hatten wir einen Termin nach dem anderen." Und durch Olympia-Silber im Einzel und Team in Cortina sorgte er nicht nur für sportliche Schlagzeilen. Als er nach den Wettkämpfen aus dem Olympia-Quartier musste, machte die Zimmersuche Schlagzeilen. "Wir waren sogar bei Stefan Raab in der Show", berichtet Jungk.
Was er damit sagen will: Auch wenn Skeleton eine Randsportart ist, die Menschen kennen ihn und der gebürtige Zschopauer hat eine Reichweite. "Das müsste doch interessant für Sponsoren sein", dachte er. Doch bisher sind seine Werbeflächen, zum Beispiel an der Mütze, frei.
Vielleicht passiert ja noch etwas bis zum ersten Weltcup-Rennen. Ende November geht's in Altenberg los. Nächste Woche starten das Fahrtraining und die Nationalmannschaft-Quali im norwegischen Lillehammer.
Auf der Bahn, wo im Februar 2027 der Kampf um WM-Gold beginnt. Wie ist Jungks Form? "Meine Trainingszeiten waren auf dem Niveau vom Vorjahr", verrät er. "Dabei hat mein Körper nach Olympia eine Pause gebraucht. Ich bin regelrecht auf Reserve gelaufen und hatte zehn Kilo zugenommen." Mittlerweile sind die Pfunde aber gepurzelt.
Titelfoto: Matthias Rietschel