Frankreich - Die Biathlon-Saison 2024/25 endete dramatisch: Lou Jeanmonnot (28) stürzte im abschließenden Massensprint, Franziska Preuß (32) zog vorbei und krönte sich am Holmenkollen zur Weltcup-Gesamtsiegerin. Mehr Spannung geht nicht. Ein Jahr später waren beide wieder in Norwegen. Diesmal aber in anderen Rollen.
Im Gespräch mit dem Biathlon-Verband blickte Jeanmonnot auf das Saisonfinale Mitte März 2026 in Oslo zurück: "Ich war wirklich glücklich und dankbar gegenüber den Menschen, die diese Idee gehabt hatten."
Denn als die Französin ihr großes Ziel - Weltcup-Gesamtsieg - erreicht hatte, bekam sie die Trophäe ausgerechnet von ihrer größten Rivalin des Vorjahres überreicht. Preuß kürte ihre direkte Nachfolgerin.
"Die letzten drei Jahre waren toll für mich gelaufen und endeten mit etwas noch Bedeutungsvollerem - nämlich, dass Franzi mir die Kristallkugel überreichte", freute sich Jeanmonnot.
Und auch den knapp verpassten Triumph 2025 behielt sie nicht in schlechter Erinnerung. Im Gegenteil: "Das Jahr zuvor war schön gewesen und nun schloss sich der Kreis."
Jeanmonnot will auch diese Saison wieder nach der Kristallkugel greifen
Am Ende ihrer sportlichen Ziele ist die französische Top-Athletin aber noch nicht, sondern sie hat immer noch ehrgeizige Ziele: "Das Wichtigste ist, eine bessere Biathletin zu werden. Das Ergebnis wäre, dass ich Weltcup-Gesamtsiegerin bleibe. Mein Ziel ist es, die Voraussetzung zu schaffen, um das am Ende zu meistern."
Und: "Ich möchte eine Goldmedaille im Einzel bei der Weltmeisterschaft gewinnen, die mir noch fehlt."
Die Biathlon-WM findet vom 10. bis 21. Februar im estnischen Otepää statt.
Als Konkurrentin ist Preuß da ganz sicher nicht mehr am Start. Die zweifache Weltmeisterin beendete unmittelbar nach den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien ihre Karriere.
Gemeinsam mit Jeanmonnot lieferte sie im Anschluss den Beweis, wie aus einstigen Rivalinnen sich schätzende Sportlerinnen werden können.