Dresden - Nach dem 5:2-Sieg über Ravensburg skandierte die Fankurve: "Marvin Berbner, Marvin Berbner!" Der Eislöwen-Goalie bekam währenddessen von Verteidiger Oliver Granz (29) einen gut gemeinten Klaps auf den Kopf und Coach Bo Subr (46) lobte den 20-Jährigen.
"Ein junger Goalie, der ein herausragendes Spiel gemacht hat", so der 46-Jährige nach der Partie.
Es war etwas überraschend, dass Berbner die Chance für seinen ersten DEL2-Einsatz von Beginn an bekam. "Es ist eine Belohnung", meinte Subr. "In der Vorbereitung gegen Kassel hat er schon gut gespielt. Marvin arbeitet hart im Training und hatte im Spiel gute Paraden."
Der Youngster genoss die Atmosphäre nach der Partie. "Ja, das war schon etwas Besonderes. Ein unbeschreibliches Feeling. Die Fans waren wieder klasse", so der Ex-Mannheimer.
2024 war er aus dem Adler-Nachwuchs an die Elbe gewechselt. Mit einem Ziel: "Hier zu spielen." Das ist jetzt bei den Profis wahr geworden. "Das Team hat mich aber gut unterstützt. Alle haben mir vertraut, niemand hat an mir gezweifelt", so Berbner.
Der aber mit einem Lächeln seine Schwäche ansprach: "Puckkontrolle am Schläger."
Suchen die Dresdner Eislöwen einen neuen Goalie?
Möglich, dass er bereits am Freitag gegen Bietigheim wieder zwischen den Pfosten steht.
Grund: Die Nr.1, Janick Schwendener (34), gab zwar nach Verletzung am Freitag in Crimmitschau sein Comeback, ist laut Eislöwen-Sprecherin Denise Krug aber "wieder verletzt. Wie lange er ausfällt, werden Untersuchungen in dieser Woche zeigen."
Schauen sich die Eislöwen etwa schon nach einem ausländischen Goalie um? Gerüchte dazu gibt es, der DEL2-Club will dies nicht bestätigen.
Das Ziel heißt "Aufstieg", da braucht es eine starke Nr. 1. Berbner kann die noch nicht sein. Fabian Hegmann (25) will es sein, ist den Beweis bisher schuldig geblieben.