Harter Fight, aber die Eislöwen haben im Sachsenderby die besseren Nerven

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Weißwasser - Schwach gestartet, am Ende aber deutlich gewonnen: Im Sachsenderby haben sich die Dresdner Eislöwen auswärts bei den Lausitzer Füchsen dank eines 6:2 (0:1, 3:1, 3:0)-Erfolgs für die deutliche Niederlage zuletzt in Düsseldorf (1:6) rehabilitiert. Ein leichter Ritt war das in Ostsachsen aber definitiv nicht!

Da konnte David Suvanto (l.) nur noch hinterherschauen: Das 1:0 für Weißwasser fiel in Dresdner Unterzahl.
Da konnte David Suvanto (l.) nur noch hinterherschauen: Das 1:0 für Weißwasser fiel in Dresdner Unterzahl.  © Thomas Heide

"Es ist wichtig, keine dummen Strafen zu kassieren", hatte Ex-Fuchs Tomas Andres vor der Partie gesagt. Klappte super - genau 2:29 Minuten! Dann musste Bruno Riedl wegen Beinstellens auf die Strafbank.

Lane Scheidl hätte direkt danach schon zur Füchse-Führung rechts am Netz einschieben können, verfehlte noch. Aber 27 Sekunden vor Ablauf der Strafzeit luden die Eislöwen gleich noch mal ein: Bryan Lemos (4.) völlig frei zum 1:0 für die Hausherren.

Aber auch die Füchse im eigenen Bau vor 2975 Fans nicht ohne Fehler. Gleich mehrfach war das Team von Christof Kreutzer ein guter Gastgeber - 18:7 Torschüsse waren es bis zur ersten Pausensirene für die Gäste.

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Dresdner Eislöwen Dieser Ex-Eislöwe bringt die DEL zur Verzweiflung

Ryan Mackinnon (4.), Jan Nijenhuis (13.) und Adam Helewka (19.) brachten den Puck nicht an Goalie Anthony Morrone vorbei. Auch die einzige Überzahl blieb ungenutzt. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Puck über die Linie geht", meinte Andres bei SporteuropeTV und ergänzte: "Wir müssen physischer werden. Weißwasser wird irgendwann müde werden, wir haben die bessere Physis."

Zumindest im ersten Punkt hatte der Tscheche recht behalten! Torschuss Nummer 19 manövrierte er direkt selbst in die Maschen, exakt 1:31 Minuten waren da im zweiten Drittel gespielt.

Beim Sachsenderby ging's ordentlich zu Sache. Bei 36 Strafminuten (20 Dresden, 16 Weißwasser) war das Spiel regelmäßig unterbrochen.
Beim Sachsenderby ging's ordentlich zu Sache. Bei 36 Strafminuten (20 Dresden, 16 Weißwasser) war das Spiel regelmäßig unterbrochen.  © Thomas Heide

Erst im Schlussabschnitt wurde das Sachsenderby deutlich

Tomas Sykora (l.) traf im dritten Abschnitt zum 4:2 für die Eislöwen.
Tomas Sykora (l.) traf im dritten Abschnitt zum 4:2 für die Eislöwen.  © Thomas Heide

Das wird auch Bo Subr etwas besänftigt haben, denn der Eislöwen-Coach soll in der Kabine mächtig laut geworden sein. Erst recht direkt danach: Kurz nach dem Ausgleich musste Weißwassers Samuel Schindler auf die Strafbank, nach elf Sekunden drehte Alec Alroth die Partie - 2:1.

Eine Sache von Sekunden auch das Dresdner 3:2. Gerade drei Sekunden waren die Eislöwen nach der dritten Unterzahl wieder komplett, da netzte Tom Knobloch (39.) zur erneuten Führung ein. Jacob Schmidt-Svejstrup (33.) hatte zuvor zum Ausgleich getroffen.

"Wir haben ein bisschen schlampig gespielt nach der Pause, das muss wieder besser werden im letzten Drittel", meinte Fuchs Lane Scheidl. 26:13 Torschüsse für die Gäste untermauerten das.

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Eine Kopie machte den Lausitzern aber einen Strich durch die Rechnung. Gerade erst hatten die Gäste ihre vierte Unterzahl überstanden, da traf Tomas Sykora (47.) in ähnlicher Situation wie zuvor Knobloch, 21 Sekunden nachdem wieder aufgefüllt wurde.

Als Helewka (50.) das Geschoss auch noch zum 5:2 in die Maschen hämmerte, und die Füchse auch in einer Sechs-gegen-Drei-Überzahl (ab 57.) nichts mehr gerissen bekamen, war klar: Der Eislöwen-Plan ist voll aufgegangen. Nijenhuis (60.) erhöhte sogar noch. Schon am Sonntag (16 Uhr) geht's für Dresden gegen Regensburg weiter. Weißwasser muss nach Rosenheim (17 Uhr).

Titelfoto: Thomas Heide

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