Villach (Österreich) - Für Fabian Hegmann (25) ging's Donnerstag früh aus den Federn im österreichischen Villach. Kurz nach 7.30 Uhr stand im Camp Frühstück an, 8.15 Uhr fuhr der Bus vom Hotel zur Eishalle. Erwärmung und ab 10 Uhr flogen die Scheiben auf ihn zu. Der Goalie-Neuzugang brennt auf seine Chance bei den Eislöwen. Und wie sie hat er ein großes Ziel in Dresden.
"Im Pott redet man öfters von dem Pott. Ich würde gern den einen oder anderen Pott mit in den Pott nehmen", gestand der Duisburger am Nachmittag im Gespräch mit TAG24. Die Bühne war für den 25-Jährigen ideal. Per Sessellift an der Gerlitzen Alpe ging's zur Pöllingerhütte (auf 1650 Höhenmetern) oberhalb des Ossiacher Sees.
Hegmann will mit Dresden nicht nur im Lift hoch hinaus. Gekommen von den Freiburger Wölfen nimmt er den Kampf um die Nummer eins im Tor gegen Janick Schwendener (34) an.
"Ich war's in Freiburg. Ich werde deshalb jeden Tag lernen und Gas geben. Mein Anspruch ist, nicht die Nummer zwei zu sein, auch wenn ich mich super mit 'Schwendi' verstehe und in erster Linie der sportliche Erfolg des Teams zählt."
Vielleicht kann er sich an diesem Freitag im ersten Testspiel der Vorbereitung zeigen. In Villach wartet das Heimteam. Ob Hegmann spielt, hat Coach Bo Subr (46) den Goalies schon verraten, aber der Rest soll es vor der Partie sehen.
Das TAG24-Interview mit Fabian Hegmann im Video
Auf die Dresdner Eislöwen wartet im Testspiel ein alter Bekannter
Auf der Gegenseite könnte ein alter Bekannter im Kasten stehen. René Swette (38)! Er kam im November vor zehn Jahren, als die Eislöwen ein Verletzungspech hatten, und machte zehn Spiele.
Die Dresdner Fans dürfen gespannt sein, wie das erste Spiel der Saison läuft. Hoffentlich besser als der Ausflug auf die Hütte. Oben angekommen, zog der Himmel zu. Der Triglav (2864 Höhenmeter) und die restlichen Alpengipfel verschwanden hinter dicken Regen- und Gewitterwolken. Nach dem Essen mussten die Eislöwen warten, bis die Bahn wieder fuhr.
Es war frisch - aber nicht für Dane Fox (32) im T‑Shirt. Der Stürmer brachte vier jungen Bergsteigerinnen eine Decke, und Tomas Andres (30) eine zweite. Die Eislöwen sind eben nur harte Jungs auf dem Eis, sonst Gentlemen.