Villach - Als die Verpflichtung von Top-Stürmer Adam Helewka (31) klar war und die Eislöwen später verkündeten, dass es ein Testspiel in Villach gibt, macht das Wort "Ablösespiel" in Dresden schnell die Runde. Das war's am Freitagabend nicht und für Helewka ein kleiner aber erfolgreicher Spießrutenlauf beim 3:0-Sieg.
"Es ist kein Ablösespiel, wir haben es anders geklärt", verrät Villachs Teammanager Herbert Hohenberger gegenüber TAG24.
Der Österreicher hatte großen Anteil, dass die Eislöwen ein erfolgreiches Kurz-Trainingslager in Kärnten absolvierten. Der Ex-Coach von Selb und Krefeld half beim Organisieren und verstand sich mit seinem Ex-Stürmer, der eigentlich noch eine Saison Vertrag hatte.
Die Villacher Ultras beim Spiel waren dagegen sauer. Die eine oder andere Beleidigung ging vor und während des Spiels unter die Gürtellinie. Anfangs gab's bei jedem Wechsel Beschimpfungen. Ihren Knipser zu verlieren, tat weh.
"Ich habe hier nur eine Saison gespielt. Dass die Fans so reagieren: ich weiß nicht recht, was ich dazu sagen soll", meinte der Kanadier. Und gab nach gespielten 18 Minuten die perfekte Antwort. In Unterzahl netzte Helewka zum 1:0 für Dresden ein. "Das Tor war okay. Es war ja erst das erste Spiel der Mannschaft, also noch früh in der Vorbereitung. Aber es ist schön, das hinter sich zu haben."
Coach Subr nicht unzufrieden mit dem ersten Test
Dresdens Coach Bo Subr fand dies auch und meinte mit Blick auf Helewka: "Es hat Spaß gemacht zu sehen, wie Adam das erste Tor erzielt hat. Er hat Qualität, ist stark am Puck und kann Spielzüge einleiten."
Insgesamt war der 46-Jährige nicht unzufrieden mit dem ersten Test. "Ich denke, in bestimmten Phasen des Spiels waren wir wirklich gut", so Subr. Jetzt freut er sich auf die Partie in seiner Heimatstadt gegen den tschechischen Drittligisten Tabor.
"Meine Eltern und viele Bekannte werden im Stadion sein", so der Coach. Seine Frau aber nicht, warum? "Sie ist in Dresden. Die Kinder müssen Montag in die Schule."
Ohne Frau und seinen gerade erst geborenen Sohn Hudson ist derzeit auch Helewka. "Es ist natürlich hart, von der Familie getrennt zu sein, aber gleichzeitig ist es gut für mich. So kann ich Zeit mit den Jungs und dem Betreuerstab verbringen und alle kennenzulernen", so der Stürmer. "Und sie kommen ja im September."