Trotz doppelter Führung: Harte Bruchlandung für die Eislöwen
Dresden - Eisbär oder Eislöwe? Diese Frage stellte sich am Sonntagnachmittag in der JOYNEXT Arena. Wer diesen Kampf in der freien Wildbahn für sich entscheiden würde, das wird sich wohl nie klären lassen. In der DEL2 verloren die Eislöwen das Duell auf dem Eis am Sonntagnachmittag deutlich 2:6 (1:1, 1:3, 0:2).
"Es fühlt sich gar nicht gut an. Ich denke, wir waren heute einfach nicht bereit. Dafür gibt's keine Entschuldigung, das war einfach ein schlechtes Spiel", sagte Adam Helewka nach der herben Pleite.
Dabei hatte der Kanadier selbst für den perfekten Start ins Spiel gesorgt. Mit seinem Schuss ins lange Eck traf er bereits in der zweiten Minute zur frühen Führung.
Wer aber dachte, dass es nach dem Derbysieg vom Freitag einfach so weiterläuft, der irrte. "Wir waren einfach nicht fokussiert genug", suchte Helewka nach den Gründen für die Niederlage: "Ja, wir hatten den Superstart, aber im gesamten Spielverlauf machen wir einfach zu viele Fehler."
Den ersten bestraften die Gäste noch im Auftakt-Viertel: Abschluss Regensburg, Parade Marvin Berbner, Abstauber zum Ausgleich (14. Minute).
Eislöwen gehen gegen Regensburg unter
Aber auch die zweite Führung brachte den Dresdnern keine Sicherheit im Spiel. Im Power-Play dauerte es exakt 26 Sekunden, da jagte David Suvanto den Puck zum 2:1 ins Regensburger Tor (25.).
Von da an ging's aber nur noch Berg ab.
"Die Jungs wollen das Richtige tun und gehen auf die Jagd für mehr. Und dadurch bringen wir uns selbst in Probleme. Das darf nicht passieren", erklärte Eislöwen-Coach Bo Subr.
Und: "Wir haben erfahrene Spieler auf dem Eis, da darf man solche Chancen einfach nicht hergeben, nachdem man gerade getroffen hat."
Zu viele Turnover, schlechtes Puck-Management, zu viele falsche Entscheidungen. Und dazu Gäste, die vor dem Eislöwen-Goalie Berbner gnadenlos effektiv agierten.
Auf den Ausgleich (27.) folgten noch im zweiten Drittel die Gegentore drei (29.) und vier (38.).
Im Schluss-Abschnitt wurde es dann sogar richtig bitter - auf das 2:5 (44.) folgte der Endstand ins längst leere Tor der Gastgeber (58.).
Titelfoto: Matthias Rietschel

