Eislöwen-Fehlstart trotz Aufholjagd: Eispiraten gewinnen Sachsenderby

Crimmitschau - Die Dresdner Eislöwen kommen einfach nicht in die Saison hinein und verlieren auch ihr drittes Spiel, das Sachsenderby bei den Eispiraten mit 3:4 (0:0, 0:2, 3:2) und bleiben bei null Zählern.

Emotionaler Abschied: André Schietzold wurde für seine Verdienste als Eispiraten-Spieler vor dem Sachsenderby geehrt und seine Nummer 13 unters Hallendach gezogen. Es ist erst das vierte Mal, dass einem Spieler im Sahnpark diese Ehre zu teil wird.  © Thomas Heide

Aus dem mit rund 600 Fans proppevollen Gästeblock riefen sie: "Hier regiert der ESC!" Prompt kam die Antwort aus tausenden Crimmitschauer Kehlen: "Absteiger, Absteiger!" Da war schon weit vor Anbully Pfeffer drin.

Sentimental und andächtig, mit musikalischer Untermalung der Philharmonie Chemnitz, wurde es nur, als ETC-/Eispiraten-Legende André Schietzold verabschiedet und seine Trikotnummer 13 unters Hallendach gebracht wurde.

Dann hieß es Feuer frei fürs erste Sachsenderby. Aber so richtig viel los war zunächst nicht. Die Eislöwen körperlich deutlich überlegen, spielerisch aber mit Luft nach oben.

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Die Frage, ob Janick Schwendener nach seiner Verletzung im Derby zwischen die Pfosten zurückkehren würde, wollte Bo Subr vorab nicht verraten. "Das sehen wir", hatte der Eislöwen-Coach gesagt. Und was sah man: Schwendner - und vor ihm manchmal sehr luftig verteidigende Eislöwen.

Dass Crimmitschau daraus kein Kapital schlug, lag daran, dass sich selbst nicht an die eigenen Vorgaben gehalten wurde. Wie hatte Tim Lutz gesagt: "Wir müssen sehr diszipliniert sein und Strafen vermeiden." Er fuhr als Erster nach 2:36 Minuten wegen Spielverzögerung runter. In Summe zog die Tuores-Truppe viel zu viele Strafen.

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Der emotionale Abschied von André Schietzold

Eislöwen starten Aufholjagd, doch Eispiraten setzen sich durch

Eispirat Logan Will (h.) und Tylor Spink von den Dresdner Eislöwen im Zweikampf.  © Thomas Heide

Wie schon in den vorigen Partien tauten die Hausherren mit zunehmender Zeit auf. Collin Adams (26.) scheiterte an Schwendener. Die Eispiraten direkt danach erstmals über komplette zwei Minuten in Überzahl und das nutzten sie.

Brune tanzte Dresdens Goalie aus, sodass Noah Garthe (28.) nur noch die Lücke zwischen den Verteidigern finden musste.

Veteran Stanislav Dietz (29.) legte von der Blauen nach - 2:0. Aber wie war das bitte verteidigt? Null Gegendruck und die Eispiraten konnten die Scheibe seelenruhig zirkulieren lassen.

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Würden sich die Eislöwen aufraffen? Sie kamen mit viel Dampf aus der Kabine und bliesen zur Aufholjagd, was im 1:2 von Alec Alroth (45.) mündete. Dann kassierte Biggins 2+2 Minuten für hohen Stock, was Crimmitschau wieder gut verteidigte und durch Adams das 3:1 liegen ließ. Als bereits die nächste Strafe angezeigt war, blieb Dresden am Puck und Ex-Eispirat Gregory Kreutzer (52.) mit dem mittlerweile verdienten Ausgleich.

Jetzt war endlich das Feuer drin, das auf den Rängen seit der ersten Minuten loderte. Rot-Weiß jetzt wieder am Drücker. Schwendener (55.) stark gegen Lutz, aber geschlagen gegen Sebastian Streu (57./59.). Tomas Andres (60.) Anschluss kam zu spät.

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