Geister, Gespenster und Drachen vor Halloween-Haus: So kam dieser Familienvater auf die Idee
Stuttgart-Weilimdorf - Markus Hegna (43) verwandelte sein Haus und seinen Vorgarten in Stuttgart-Weilimdorf mittlerweile zum zweiten Mal in eine Halloween-Grusel-Gruft. Wie er auf die Idee kam und wie lange es dauerte, hat er im Interview mit TAG24 verraten.
Vor dem Haus steht ein ganzes Gruselkabinett: Gespenster, Skelette und ein riesiger aufblasbarer Drache. Lichterketten ziehen sich an ausgehöhlten Kürbissen, kleinen Geistern und Skeletten vorbei. Eine aufblasbare riesige Fledermaus und ein Gespenst könnten Fußgängern einen Schrecken einjagen oder Kindern verraten, dass die Süßigkeiten-Kiste aufgefüllt wurde.
Ein Grabstein ragt aus der Wiese, riesige Spinnen laufen über die Hauswand und Lichtprojektionen mit Geistern zieren die Fassade. An diesem Haus kommt wohl niemand vorbei, ohne einen Blick darauf zu werfen.
Der Kfz-Mechatroniker mit einem nebenerwerblichen Online-Tuning-Shop hatte die Idee bei einer Messe in den USA, wo die Dekoration zu Halloween deutlich verbreiteter ist. Er wollte auch in Deutschland ein Haus aufwendig dekorieren.
Menschen sollen zusammenkommen
"Ich genieße es, dass viele Menschen zusammenkommen. Wir wollen eine gute Zeit zusammen verbringen, und die Kinder sollen Spaß haben." Damit der Spaß für die Kinder nicht zu kurz kommt, hat er sich mit Schokoriegeln, Gummibärchen und gruseligen Süßigkeiten im Wert von rund 500 Euro eingedeckt.
Das Halloween-Haus in Familienbesitz gestaltet er zum zweiten Mal. Im letzten Jahr waren laut Hegna rund 100 bis 150 Kinder zu Gast, die Süßigkeiten wurden knapp. Daher hat er dieses Jahr "besser vorgesorgt". Seine 13-jährige Tochter, seine Frau und sein Bruder helfen beim Aufbau und Einkauf übrigens mit: ein echtes Familienprojekt.
Der Aufbau geht laut dem Stuttgarter etwa einen Tag rund drei bis vier Stunden. Der Abbau und das Verpacken der Gruselgegenstände dauere allerdings eher sieben bis acht Stunden. Wann abgebaut wird, hängt auch vom Wetter ab, denn alle Geister müssen trocken verpackt werden. Bislang reiche der Keller noch aus, doch wenn es mehr werde, "müssen wir auf den Dachboden ausweichen".
Dekoration aus China und Frankreich
Neben den Süßigkeiten erwarten Gruselgäste an Halloween auch Figuren, die Geräusche machen oder sich bewegen. Die Halloween-Figuren hat er im Internet bestellt. Außerdem sucht er sich ausgewählte Stücke über den Großhandel in China, über Kontakte durch seinen Onlineshop und in einem Laden in Frankreich zusammen.
Auf der Wiese vor dem Haus reihen sich Geister an Kürbisse und Drachen. Ob noch mehr Deko dazukommt? "Die Wiese gibt platztechnisch nicht viel mehr her." Für das Equipment hat der Familienvater rund zwei- bis dreitausend Euro ausgegeben. "Wenn es Leuten Freude macht, dann macht es mir auch Freude", sagt Hegna.
Doch nicht alle haben nur Bewunderung und Neugier für das Halloween-Haus übrig. Einige Briefe von Kritikern, die das Fest mit dem christlichen Glauben nicht vereinbaren können, hat der Stuttgarter bekommen. "95 Prozent finden es aber gut", lässt er sich von Kritikern nicht aus der Ruhe bringen.
Hegna wird mit Freunden und Nachbarn an Halloween am Haus sein. Verkleiden werden sie sich als gruselige Dinosaurier. Sein Bruder will zusätzlich augenzwinkernd Angst und Schrecken mit einer Plastik-Kettensäge verbreiten.
Titelfoto: Bildmontage: Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart (2)