Von Nico Pointner, Martin Oversohl
Stuttgart - Der baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir (60, Grüne) zieht bald raus aus der Stuttgarter Innenstadt und rauf in die Dienstvilla auf der Stuttgarter Solitude - nach seinen Worten vor allem aus Sicherheitsgründen.
Seine Mietwohnung, in der er jetzt mit seiner Frau und seinem Sohn wohne, müsste sicherheitstechnisch aufgerüstet werden, sagte der Grünen-Politiker in Stuttgart. Fenster, Türen - der Aufwand sei groß, so der Regierungschef. Irgendwann würde er da wieder ausziehen. Es mache mehr Sinn, wenn man das Geld in ein Gebäude investiere, das dem Land gehöre.
Seit seiner Rückkehr aus Berlin lebt Özdemir in einer Wohnung in der Stuttgarter Innenstadt. Die Bewachung des Regierungschefs dürfte für die Beamten des Landeskriminalamts in der Ministerpräsidentenvilla deutlich einfacher zu organisieren sein als in der dicht besiedelten Innenstadt.
Wie viele Zimmer er dort privat nutzen wird und wie viel Miete er in der Villa zahlt, konnte Özdemir zunächst nicht sagen. Das werde nach Quadratmetern abgerechnet.
Özdemirs Vorgänger im Amt, der frühere Ministerpräsident Winfried Kretschmann (78, Grüne), nutzte die Dienstvilla nicht und blieb mit seiner Frau Gerlinde lieber in seiner Heimat Laiz bei Sigmaringen wohnen. Gerlinde Kretschmann sagte einst, dass ihr 3000 Euro Kaltmiete für die Villa zu teuer seien.
Das Schloss Solitude mit seiner Parkanlage ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Region.