Mehr Arbeitszeit für gleiches Gehalt? Chefin von großem Maschinenbauer hält es für zumutbar

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Von Robin Wille

Ditzingen - Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller (66) hält mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland eine Erhöhung der Arbeitszeit für denkbar.

Die Chefin des Maschinenbauers Trumpf, Nicola Leibinger-Kammüller (66), hält eine Arbeitszeiterhöhung für zumutbar.
Die Chefin des Maschinenbauers Trumpf, Nicola Leibinger-Kammüller (66), hält eine Arbeitszeiterhöhung für zumutbar.  © Marijan Murat/dpa

Sie halte es schon für zumutbar, dass man die Arbeitszeiten erhöht und man das je nach Kraft und je nach Lage des Einzelnen tut, sagte Leibinger-Kammüller bei der Bilanzpressekonferenz des Maschinenbauers in Ditzingen (Kreis Ludwigsburg).

Man müsse produktiver sein, sonst sei man nicht mehr wettbewerbsfähig. "Da kann dazugehören, dass wir mehr arbeiten. Es kann sicher nicht dazugehören, dass wir weniger verdienen. Die Menschen brauchen ihr Geld ja, das ist überhaupt keine Frage", sagte Leibinger-Kammüller.

Zuletzt hatte der Autobauer Mercedes-Benz eine Diskussion über die Arbeitszeit angestoßen und eine Rückkehr zu 40 Stunden Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich ins Gespräch gebracht. 

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Zudem läuft gerade die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Die Gewerkschaft ging mit einer Forderung nach fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Gespräche. Das erste Gespräch in der vergangenen Woche war ohne Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen.

Angesichts der Lage im Land sei die Forderung "natürlich vollkommen überzogen", sagte Leibinger-Kammüller. Man könne wirklich nur hoffen, dass beide Tarifparteien zur Vernunft kommen und sich irgendwo sinnvoll in der Mitte treffen. Aber es belaste natürlich die Unternehmen, in der jetzigen Lage, in hohem Maße.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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