Stuttgarter Gewaltserie erhöht Druck auf Kommunen und Polizei

Stuttgart - Im Ringen um ein Ende der Gewaltserie im Raum Stuttgart wollen Städte, Gemeinden, Polizei und Politik gemeinsam den Druck auf die Verdächtigen erhöhen und mögliche Sympathisanten im Umfeld der verfeindeten Gruppen direkt ansprechen.

Selbst Trauernde sind im Raum Stuttgart nicht mehr sicher.
Selbst Trauernde sind im Raum Stuttgart nicht mehr sicher.  © Christoph Schmidt/dpa

Ziel sei es, "den Wirkungskreis der kriminellen Gruppen weiter einzudämmen", sagte Innenminister Thomas Strobl (64, CDU) am heutigen Mittwoch. Zudem sollten junge Menschen über Präventionsangebote vor einem Abrutschen in kriminelle Strukturen bewahrt werden.

In einer gemeinsamen Erklärung, unterzeichnet vom Städte-, vom Gemeinde- und vom Landkreistag, vom Landeskriminalamt und den Polizeipräsidien sowie von mehreren Rathauschefs, heißt es unter anderem:

"Wir suchen nach Lösungen, um junge Menschen zu einer Abkehr vom Umfeld gewaltbereiter Gruppierungen zu bewegen.

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Gleichzeitig passen wir unsere bisherigen Aktivitäten an die in Rede stehenden dynamisch wachsenden Tätergruppen an und bauen sie im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel aus." Konkrete Schritte werden in der Erklärung aber nicht genannt.

Im Lauf der gewalttätigen Fehde zweier Gruppen im Raum Stuttgart sind in den vergangenen mehr als zwei Jahren zahlreiche, oft blutige Anschläge mit Schusswaffen und sogar einer Handgranate verübt worden. Erste Anhänger wurden bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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