Dresdner Software-Firma macht VW-Fahrzeuge flott

Dresden - Komfortabler Autofahren mit "neocx": Der frisch gegründete Spezialist für Fahrzeugsoftware will Design, Bedienung und die Funktionsweise beim Fahren noch einfacher machen. Dahinter stecken zwei alte Bekannte - der Autohersteller VW und TraceTronic, eine Ausgründung der TU Dresden.

Gründer: Tracetronic-Chef Rocco Deutschmann (l.) und der Leiter der Elektronikentwicklung von VW, Axel Heinrich, mit dem ID.3.
Gründer: Tracetronic-Chef Rocco Deutschmann (l.) und der Leiter der Elektronikentwicklung von VW, Axel Heinrich, mit dem ID.3.  © Ove Landgraf

War ein Auto früher eine Maschine, ist es heute am besten mit einem "fahrenden Computer" vergleichbar, der ständig neue Software-Updates braucht.

Genau darauf hat sich die Dresdner Firma Tracetronic spezialisiert, die mit Standorten in den USA, Korea, China und Japan inzwischen weltweit unterwegs ist.

Seit dem gestrigen Freitag macht TraceTronic gemeinsame Sache mit VW: Im neu gegründeten Joint Venture neocx, an dem beide Unternehmen mit 50 Prozent beteiligt sind.

Wie die Zusammenarbeit funktioniert? Ein Beispiel: Die Fahrzeugsoftware aller vollelektrischen ID-Modelle von VW bekommen künftig alle zwölf Wochen automatische Aktualisierungen, die neocx zuvor testet und dann integriert.

Ideenschmiede: Ursprünglich eine Ausgründung der TU Dresden, sitzt TraceTronic nun in der Stuttgarter Straße in Dresden. Dort hat jetzt auch "neocx" Räume.
Ideenschmiede: Ursprünglich eine Ausgründung der TU Dresden, sitzt TraceTronic nun in der Stuttgarter Straße in Dresden. Dort hat jetzt auch "neocx" Räume.  © Ove Landgraf

Der Leiter der Dresdner Wirtschaftsförderung, Robert Franke (44), begrüßte die Neugründung ausdrücklich, schließlich profitiere auch Dresden, und damit auch Sachsen, von der Zusammenarbeit - durch neue Arbeitsplätze im dreistelligen Bereich.

Titelfoto: Ove Landgraf

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