Datenaufkommen verdreifacht: Die Jecken setzen beim Feiern vor allem auf Handy-Videos

Köln/Düsseldorf/Mainz - Beim Karneval haben die Jecken in diesem Jahr nach Angaben des Netzbetreibers Vodafone deutlich intensiver Videos gemacht als früher.

Das Handy immer mit dabei: Feiernde Jecken machen in Köln ein Selfie.
Das Handy immer mit dabei: Feiernde Jecken machen in Köln ein Selfie.  © Oliver Berg/dpa

In Köln, Düsseldorf, Bonn, Aachen, Mainz und anderen Städten mit größeren Karnevalsfeiern sei das Datenaufkommen am Rosenmontag dort, wo Karnevalszüge entlang führten, etwa dreimal höher gewesen als am selben Tag 2020, teilte Vodafone am Donnerstag in Düsseldorf mit.

2021 und 2022 waren große Karnevalsfeiern coronabedingt ins Wasser gefallen, daher der Vergleich zu 2020.

Das starke Datenwachstum habe großteils daran gelegen, dass die Jecken viel mehr Videos versendet oder im närrischen Treiben Videotelefonate geführt haben, heißt es von Vodafone. Zugleich sank die Zahl der Telefonate in diesen Stadtgebieten um zehn Prozent - das gute alte Telefonat kommt bei vielen Karnevalisten also etwas aus der Mode.

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Im letzten Karneval vor Corona 2020 sei das Datenwachstum im Wesentlichen auf das Verschicken von Fotos zurückzuführen gewesen, hieß es von Vodafone. Nun spielen Videos eine größere Rolle.

Datenverbrauch hat sich seit 2020 in etwa verdoppelt

"Die Jecken teilten mit ihren Smartphones immer häufiger nicht mehr nur Fotos, sondern auch hochauflösende Videos im Netz", sagte die Technikchefin von Vodafone Deutschland, Tanja Richter (Jahrgang 1965).

Im Mobilfunk wächst der Datenverbrauch schon seit langem, da die Handynutzer unterwegs immer mehr streamen und datenintensivere Anwendungen benutzen.

Der allgemeine Datenverbrauch in Vodafones Handynetz hat sich zwischen 2020 und heute in etwa verdoppelt - das Datenwachstum ging also nicht so steil nach oben wie es im närrischen Treiben der Fall war.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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