Schlag gegen Geldwäscher: Mehr als 1000 Festnahmen!

Den Haag (Niederlande) - Eine europaweite Maßnahme gegen Geldwäscherei hat zu mehr als 1000 Festnahmen geführt.

Zusammen mit internationalen Banken und Behörden führte Europol eine große Maßnahme gegen Geldwäscherei durch. (Symbolbild)
Zusammen mit internationalen Banken und Behörden führte Europol eine große Maßnahme gegen Geldwäscherei durch. (Symbolbild)  © Jerry Lampen/ANP/dpa

Insgesamt 10.759 Betrüger konnten identifiziert und 1013 Personen festgenommen werden, teilte Europol am heutigen Montag mit.

Für die Aktion arbeiteten die Ermittler mit mehr als 2900 Bank-Instituten zusammen, die Zehntausende verdächtige Finanztransaktionen meldeten.

Zwar konnte durch die "European Money Mule Action" (EMMA) im Zeitraum zwischen Juni und November der Verlust von 32 Millionen Euro verhindert werden, zuvor hatten Banken allerdings bereits 100 Millionen Euro an Schaden vermeldet.

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Bei den Ermittlungen kamen die Behörden zu der Erkenntnis, dass im Zuge des Ukraine-Kriegs vermehrt ukrainische Flüchtlinge in das kriminelle System einbezogen werden.

Sogenannte "Rekrutierer" würden die Geflüchteten ansprechen und dazu zwingen, ein Konto anzulegen, über welches die Betrüger dann ihr Geld waschen können.

Ebenso berichtet Europol über Fälle, bei denen die Kriminellen mithilfe von Künstlicher Intelligenz gefälschte Persönlichkeitsdaten erstellen, um ein Bankkonto zu eröffnen. Weiterhin haben es die Betrüger auf ältere Personen abgesehen, die sie persönlich zu Hause besuchen, um an ihre privaten Dokumente zu gelangen.

Titelfoto: Jerry Lampen/ANP/dpa

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