Protest-Hammer in England: Dorf stimmt für Unabhängigkeit wegen Asyl-Plänen!

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Von Jan Mies

London/Piddington (Vereinigtes Königreich) - Unterstützt von der rechtsextremen Partei Restore Britain strebt ein kleines Dorf in England aus Protest gegen die Unterbringung von Asylsuchenden symbolisch die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich an.

Ein Dorf mit 350 Einwohnern möchte unabhängig werden.
Ein Dorf mit 350 Einwohnern möchte unabhängig werden.  © Joe Giddens/PA Wire/dpa

Die große Mehrheit der gut 350 Einwohnerinnen und Einwohner von Piddington stimmte bei einem rechtlich wirkungslosen Referendum entsprechend ab, wie britische Medien übereinstimmend berichteten.

Zuvor hatte die Regierung Pläne veröffentlicht, das nahe gelegene ehemalige Militärgelände Bicester für zehn Jahre in eine Asylunterkunft umzuwandeln. Die maximale Kapazität soll bei rund 1.250 Menschen liegen.

Beim Referendum am Dienstag war Rupert Lowe (68), Vorsitzender von Restore Britain, im Dorf zu sehen. Er gab zahlreiche Interviews.

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Lowe war 2024 für die rechtspopulistische Partei Reform UK ins Parlament gewählt worden, trat aber unter anderem nach Differenzen mit Reform-Chef Nigel Farage (62) aus.

Seitdem sitzt er als unabhängiges Mitglied im Unterhaus.

Restore Britain wird politisch noch weiter rechts als Reform UK eingeordnet.

Migration als Wahlkampfthema

Migration ist in Großbritannien seit Jahren ein Wahlkampfthema. Insbesondere Reform UK erstarkte mit der Ankündigung eines strikteren Kurses.

Den von der Regierung veröffentlichten Statistiken zufolge steigen die Einwanderungszahlen im Vereinigten Königreich jedoch nicht an.

Im Gegenteil: Bei der Nettozuwanderung wurde im vergangenen Jahr ein deutlicher Rückgang verzeichnet.

Titelfoto: Joe Giddens/PA Wire/dpa

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