Heftige Luftangriffe auf Markt: Mindestens 49 Tote, 60 Menschen verletzt

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Von Athens Zaw Zaw, Carola Frentzen 

Naypyidaw/Myanmar - Bei einem schweren Luftangriff des myanmarischen Militärs auf einen Markt und eine Brücke im westlichen Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben von Augenzeugen und lokalen Medien mindestens 49 Menschen getötet worden. Fast 60 weitere wurden demnach verletzt, viele von ihnen schwer. Der Angriff ereignete sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw.

Auf diesem Foto steigt Rauch von einem Markt auf, nachdem das Gebiet im Bezirk Kyauktaw im Bundesstaat Rakhine in Myanmar angeblich von einem Luftangriff des Militärs getroffen worden war.
Auf diesem Foto steigt Rauch von einem Markt auf, nachdem das Gebiet im Bezirk Kyauktaw im Bundesstaat Rakhine in Myanmar angeblich von einem Luftangriff des Militärs getroffen worden war.  © Uncredited/Wai Hun Aung/dpa

Ein Kampfflugzeug habe den Bereich um den sogenannten India Market und die nahegelegene Kassapanadi-Brücke attackiert, berichteten der Sender DVB TV und die ethnische Rebellengruppe Arakan Army, die seit Jahren gegen das Militär kämpft.

"Der Kampfjet hat insgesamt dreimal Bomben abgeworfen", sagte der 33-jährige Kyaw Moe, der in der Stadt lebt, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Markt gilt als wichtiges Handelszentrum für die Region. Rakhine ist wegen des Bürgerkriegs im früheren Birma und der von der Armee verhängten Beschränkungen der Handelswege weitgehend vom übrigen Myanmar abgeschnitten.

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Die Bevölkerung ist deshalb eigenen Angaben zufolge auf Versorgungswege über die Nachbarländer angewiesen.

Auch eine Brücke wurde zum Ziel.
Auch eine Brücke wurde zum Ziel.  © Uncredited/Wai Hun Aung/dpa

Immer wieder Angriffe auf zivile Ziele

Myanmar befindet sich in einer schweren Krise.
Myanmar befindet sich in einer schweren Krise.  © Uncredited/Wai Hun Aung/dpa

Kyauktaw wird von der Arakan Army (AA) kontrolliert, einer bewaffneten ethnischen Organisation, die für eine größere Autonomie Rakhines kämpft. Das Militär äußerte sich zunächst nicht zu dem Angriff.

Menschenrechtler werfen den Streitkräften schon lange vor, gezielt Orte anzugreifen, die nicht in direktem Zusammenhang mit militärischen Operationen stehen – darunter Schulen, Krankenhäuser, Märkte und Wohngebiete.

Seit dem Putsch von 2021 befindet sich Myanmar in einer schweren Krise. Die Entmachtung der gewählten Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hatte damals landesweite Proteste und einen anhaltenden bewaffneten Konflikt ausgelöst.

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Seither prägen Gewalt, wirtschaftlicher Niedergang und Widerstand gegen die Junta das Land.

Titelfoto: Uncredited/Wai Hun Aung/dpa

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