Paris (Frankreich) - Es sollte ein schöner Wochenendtrip werden und endete in einer Katastrophe: Im April vergangenen Jahres stürzte die zweifache Mutter Raina Heverin (44) in Paris (Frankreich) aus dem zweiten Stock ihres Apartments - all das, während sie schlief. Rund 18 Monate nach dem Vorfall hat sie sich wieder zurück ins Leben gekämpft.
Wie das Liverpool Echo berichtete, war die aus Mossley Hill (Liverpool) stammende Frau im Frühjahr 2025 gemeinsam mit ihrer Familie für einen mehrtägigen Trip in die Stadt der Liebe gereist. In Paris angekommen, machte es sich die Gruppe erstmals in ihrer Unterkunft gemütlich. Am nächsten Tag betrat Rainas Bruder das Zimmer der 44-Jährigen - doch sie war spurlos verschwunden.
Auf dem Balkon des Apartments folgte dann der Schock: Er sah sie schwer verletzt im Innenhof der Unterkunft liegen. Rainas Familie wählte sofort den Notruf. Im Krankenhaus angekommen, stellten die Ärzte bei der 44-Jährigen zahlreiche Knochenbrüche fest. Auch Lunge und Gehirn wiesen schwere Verletzungen auf. Der Grund für den Sturz: Raina schlafwandelte.
Fast einen Monat lag Raina daraufhin im Koma, bis sie schließlich wieder zu Bewusstsein kam. Ihre erste Erinnerung nach dem Erwachen verbindet sie mit ihrem Ehemann Michael. "Das Nächste, woran ich mich erinnere, ist, wie ich im Krankenhaus aufgewacht bin und mein Mann ein schreckliches Buch vorlas", schilderte die 44-Jährige dem Newsportal.
Infolge ihres Unfalls musste Raina mehrere Wochen in Frankreich auf der Intensivstation verbringen. Kurz darauf wurde sie nach Liverpool ins "Broadgreen Hospital" verlegt - wo sie weitere fünf Monate rehabilitiert wurde. Wie Raina mitteilte, lebe sie nun in einer speziellen Einrichtung für Menschen mit Hirnverletzungen.
"Ich konnte nicht laufen. Ich musste es neu lernen und lerne es immer noch", erklärte die 44-Jährige. Besonders die Sprache sei nach dem Unfall stark betroffen gewesen. Mithilfe zahlreicher Mediziner und Physiotherapeuten kann die zweifache Mutter inzwischen wieder einige Schritte gehen.
Ihren Alltag bestreite sie jedoch überwiegend mit einem Rollstuhl.
Raina startete eine Spendenaktion und erreichte fast 4700 US-Dollar
Trotz des langen Genesungsprozesses versucht Raina positiv in die Zukunft zu blicken. "Es ist schwer, aber ich habe noch mein ganzes Leben vor mir". Die 44-Jährige rechne damit, dass ihre Rehabilitation noch ein bis zwei Jahre andauern könnte. "Ich bin fest entschlossen."
Neben ihrer Heilung startete die zweifache Mutter einen Spendenaufruf. Nicht etwa, um ihre Arztkosten zu decken - nein. Sie möchte den Erlös an eine Wohltätigkeitsorganisation spenden.
Das Spendenziel von 500 US-Dollar (circa 430 Euro) wurde bereits übertroffen. Fast 4700 US-Dollar (circa 4000 Euro) konnte die 44-Jährige mit ihrem Aufruf sammeln.