Suva (Fidschi) - Auf den Fidschi-Inseln breitet sich HIV rasant aus! Die Regierung hat daher den nationalen Notstand ausgerufen.
Laut Statistiken würde schätzungsweise einer von 60 Erwachsenen mit HIV leben, berichtete "Fiji Times". Vor fünf Jahren wären es noch einer von 176 gewesen. Im Jahr 2025 habe das Land demnach 2016 neue HIV-fälle verzeichnet.
Die Regierung will nun verstärkt Aufklärungs- und Präventionsarbeit leisten. So sollen etwa kostenlose Tests angeboten werden. HIV-positive Menschen sollen zudem kostenlos behandelt werden, hieß es.
Laut Dr. Jalal Mohammed, einem Professor an der Universität von Fidschi, sei die Gesundheitskrise im Land einmalig. HIV würde sich vor allem in der Risikogruppe der "intravenös Drogen-Konsumierenden" verbreiten. Das sexuell übertragbare Virus würde zudem vorwiegend Mütter sowie ihre Neugeborenen betreffen.
Laut UNAIDS, einer Organisation der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Aids-Pandemie, begrüße man die Notstands-Entscheidung der Regierung: "Fidschi hat die Dringlichkeit der Lage erkannt und verstärkt seine Maßnahmen", sagte Winnie Byanyima, Direktorin von UNAIDS. "Dies ist auch eine deutliche Mahnung an die Welt, dass AIDS noch nicht besiegt ist."