Nahost-Konflikt: Jemen ruft Bevölkerung zu Mobilisierung gegen Huthi-Miliz auf

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Nahost - Der Iran hat den USA nach Medienberichten einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges vorgelegt.

Außenminster des Iran, Abbas Araghtschii (63).
Außenminster des Iran, Abbas Araghtschii (63).  © Michael Kappeler/dpa

Über Vermittler sei der US-Regierung ein Plan vorgelegt worden, wonach die Straße von Hormus nach sieben Tagen wieder geöffnet werden könne, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi laut der "New York Times" und der "Financial Times" am Rande der laufenden UN-Woche in New York vor Journalisten.

Der Plan könne sofort nach Zustimmung Washingtons umgesetzt werden, sagte Araghtschi demnach.

Auf welche Bedingungen er sich bei seinen Äußerungen bezogen haben soll, blieb offen.

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Araghtschi verwies aber angeblich auf das bereits im Juni vereinbarte Rahmenabkommen, das eigentlich auf die Öffnung der Meerenge hinwirken sollte. Angesichts fortdauernder Spannungen fiel die Vereinbarung aber schnell in sich zusammen. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt finden Sie hier im TAG24 -Newsticker.

25. September, 21.08 Uhr: Jemen ruft Bevölkerung zu Mobilisierung gegen Huthi-Miliz auf

Die international anerkannte Regierung im Jemen ruft die Bevölkerung angesichts der anhaltenden Gefechte mit den Huthi-Rebellen zu einer allgemeinen Mobilisierung auf.

Die Jemeniten sollten sich hinter der Regierungsarmee und den Sicherheitskräften versammeln und sich deren Reihen anschließen, sagte Raschad al-Alimi von Jemens Präsidialrat, der die international anerkannte Regierung im Jemen anführt, in einer Fernsehansprache.

Ziel sei es, die staatlichen Institutionen wiederherzustellen und die staatliche Souveränität auf das gesamte Staatsgebiet bis hin zur Hauptstadt Sanaa auszudehnen. 

Im Jemen toben seit dem Sommer wieder heftige Gefechte. Die Regierung greift nun zu neuen Maßnahmen und verspricht Amnestie für ausscheidende Huthi-Kämpfer.
Im Jemen toben seit dem Sommer wieder heftige Gefechte. Die Regierung greift nun zu neuen Maßnahmen und verspricht Amnestie für ausscheidende Huthi-Kämpfer.  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

25. September, 21.03 Uhr: Irak - Staat allein soll über Krieg und Frieden entscheiden

Iraks Ministerpräsident Ali al-Saidi (41) hat bekräftigt, dass allein der Staat über Waffen sowie über Krieg und Frieden in seinem Land entscheiden soll.

"Wir setzen uns dafür ein, dass der Staat die Entscheidungsgewalt in Frieden und Krieg behält und dass Waffen sowie Machtmittel in den Händen seiner verfassungsmäßigen Institutionen verbleiben", sagte al-Saidi bei der UN-Generaldebatte in New York.

Hintergrund ist eine geplante Entwaffnung der mit Iran verbündeten, mächtigen Milizen im Irak. Nach jüngsten Berichten gilt dafür eine Frist bis Sommer 2027. Die Milizen werden vom Iran unterstützt und haben im Irak zum Teil einen großen Einfluss.

Iraks Ministerpräsident Ali al-Saidi (41) hat bekräftigt, dass allein der Staat über Waffen sowie über Krieg und Frieden in seinem Land entscheiden soll.
Iraks Ministerpräsident Ali al-Saidi (41) hat bekräftigt, dass allein der Staat über Waffen sowie über Krieg und Frieden in seinem Land entscheiden soll.  © Seth Wenig/AP/dpa

25. September, 21.02 Uhr: Libanon - "Niemand verhandelt in unserem Namen"

Mit Blick auf den Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah hat Libanons Ministerpräsident Nawaf Salam auf die Souveränität seines Landes gepocht.

"Niemand spricht für den Libanon und niemand verhandelt in seinem Namen außer dem libanesischen Staat durch seine verfassungsmäßigen Institutionen", sagte er bei der UN-Generaldebatte in New York.

25. September, 21.01 Uhr: Israels Militär tötet erneut Hamas-Mitglieder im Gazastreifen

Israels Militär hat eigenen Angaben zufolge erneut Mitglieder der Hamas im Gazastreifen getötet.

Bei einem der Getöteten handele es sich um einen Kommandeur der Islamistenorganisation, der an dem Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel beteiligt gewesen sei und danach entführte israelische Geiseln festgehalten habe, teilten die Streitkräfte mit.

Insgesamt meldete das Militär vier gezielte Tötungen von Mitgliedern des militärischen Flügels der Hamas.

Im Gaza-Krieg herrscht eigentlich eine Waffenruhe, dennoch gibt es weiterhin tödliche Angriffe. Israel rechtfertigt die gezielten Tötungen damit, dass die Opfer selbst Angriffe geplant haben sollen.
Im Gaza-Krieg herrscht eigentlich eine Waffenruhe, dennoch gibt es weiterhin tödliche Angriffe. Israel rechtfertigt die gezielten Tötungen damit, dass die Opfer selbst Angriffe geplant haben sollen.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

25. September, 21 Uhr: Iran droht Nachbarn nach US-Sanktionen gegen Flugsektor

Nach der Einschränkung zahlreicher Flugverbindungen durch US-Sanktionen hat der Iranseinen Nachbarstaaten gedroht. "Entweder ist das Fliegen in der Region für alle frei oder für niemanden", schrieb Mohammed Mochber, Berater des obersten Führers, auf der Plattform X.

Die Kooperation mit den USA bei der "Umsetzung feindseliger Maßnahmen" werde dem iranischen Volk im Gedächtnis bleiben. Seine Drohung ließ Mochber darüber hinaus unkonkret.

Irans internationaler Luftverkehr ist nach neuen US-Sanktionen weitgehend isoliert. Mehrere Staaten haben inzwischen ihre Kooperation mit iranischen Airlines eingestellt oder verweigern gar die Erlaubnis, den Luftraum zu nutzen. Ab dem Hauptstadtflughafen Imam-Chomenei in Teheran fliegen nur noch wenige iranische Airlines nach Russland, China oder die Türkei.

Die USA wollen den Iran mit neuen Sanktionen gegen den zivilen Luftfahrtsektor weiter isolieren und haben sich dafür die Kooperation mehrerer Staaten gesichert. Nun droht Teheran den Nachbarländern.
Die USA wollen den Iran mit neuen Sanktionen gegen den zivilen Luftfahrtsektor weiter isolieren und haben sich dafür die Kooperation mehrerer Staaten gesichert. Nun droht Teheran den Nachbarländern.  © Abedin Taherkenareh/EPA/dpa

25. September, 6.02 Uhr: Weißes Haus bestätigt anhaltende Verhandlungen

In der Vergangenheit hatte die Führung in Teheran unter anderem verlangt, dass die USA eingefrorene iranische Vermögenswerte freigeben, den Krieg an allen Fronten beenden und ihre Blockade iranischer Häfen und Schiffe aufheben. Zudem forderte die Islamische Republik, dass sich Washington nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einmischt.

Auf Nachfrage zu dem angeblichen Verhandlungsangebot der Iraner hieß es aus dem Weißen Haus bloß: "Wir führen über die Vermittler positive und konstruktive Gespräche."

Im Rahmen der laufenden UN-Generalversammlung in New York hatte es zuletzt wieder diplomatische Kontakte zwischen beiden Seiten gegeben - wenn auch weiterhin nur über Vermittler. Zugleich schlugen US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian in ihren Reden vor den Vereinten Nationen scharfe Töne an und machten sich gegenseitig Vorwürfe.

Hinter den Kulissen laufen dennoch Bemühungen um einen Ausweg aus dem festgefahrenen Konflikt. Sieben Monate nach Kriegsbeginn steht der Iran unter erheblichem militärischem und wirtschaftlichem Druck, doch auch den USA und Trumps Regierung machen die Kriegsfolgen schwer zu schaffen.

24. September, 22.33 Uhr: Netanjahu verteidigt Kriege bei UN

Kein Einlenken bei Gaza, keine Zweifel am Vorgehen gegen den Iran: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat bei den Vereinten Nationen seinen Kurs mit Nachdruck verteidigt.

Internationale Vorwürfe gegen sein Land wies er zurück und griff zugleich seine Kritiker an. "Israel des Völkermords zu bezichtigen, ist die größte Lüge des Jahrhunderts", sagte er in New York. 

Wenige Stunden zuvor hatte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (90) Israel in seiner per Video vor den UN gezeigten Rede einen "Völkermordkrieg" im Gazastreifen vorgeworfen.

Kritik gab es auch rund um das UN-Hauptquartier im Osten Manhattans: Dutzende Menschen protestierten dort gegen Netanjahus Teilnahme an der UN-Generaldebatte. Als er im UN-Gebäude an das Podium trat, standen zahlreiche Delegationen im Zuhörerraum auf und verließen den Saal.

Israels Ministerpräsident Netanjahu (76) schlägt in New York Kritik entgegen. Vor den UN verteidigt er seinen Kurs, kurz nachdem Palästinenserpräsident Abbas schwere Vorwürfe gegen Israel erhoben hat.
Israels Ministerpräsident Netanjahu (76) schlägt in New York Kritik entgegen. Vor den UN verteidigt er seinen Kurs, kurz nachdem Palästinenserpräsident Abbas schwere Vorwürfe gegen Israel erhoben hat.  © Yuki Iwamura/AP/dpa

24. September, 18.17 Uhr: Huthi feuern Raketen auf Saudi-Arabien ab

Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben Dutzende ballistische Raketen und Drohnen auf Ziele in Saudi-Arabien abgefeuert.

Ziel der "präventiven Operation" seien unter anderem Operationszentralen, Kommando- und Kontrollzentren sowie Waffenlager in der saudischen Region Dschisan im Südwesten des Landes unweit der jemenitischen Grenze gewesen, teilte der Militärsprecher der Huthi, Jahja Sari, mit. 

Saudi-Arabien hatte zuvor mitgeteilt, sechs von den Huthi abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Die Luftabwehr habe damit Versuche vereitelt, die Städte Taif und Janbu anzugreifen, hieß es.

Die Huthi begründeten die Angriffe mit einer Eskalation saudischer Raketenangriffe auf die Grenzgebiete in den jemenitischen Provinzen Saada und Hadscha. Von Dschisan aus sollen zuletzt mehr als 200 Raketen abgefeuert worden sein.

Gegenseitiger Beschuss, Raketen und Drohnen: Der Konflikt im Jemen dauert an. (Symbolfoto)
Gegenseitiger Beschuss, Raketen und Drohnen: Der Konflikt im Jemen dauert an. (Symbolfoto)  © Osamah Yahya/dpa

24. September, 15.42 Uhr: Neues deutsches U-Boot in Israel eingetroffen

Israels Marine hat ein neues Schwergewicht: Nach mehrwöchiger Fahrt von Deutschland ist die "INS Drakon" im Hafen der Mittelmeerstadt Haifa eingetroffen.

Dies bestätigte eine israelische Militärsprecherin. Das vom Kieler Marineschiffbauer TKMS gebaute U-Boot ist das sechste und letzte der Dolphin-Reihe. Mit mehr als 70 Metern Länge ist es das größte U-Boot der israelischen Marine und mit zehn Torpedorohren ausgerüstet.

24. September, 13.38 Uhr: Iranisches Flugzeug muss wegen US-Sanktionen umkehren

Nach der Ankündigung neuer US-Sanktionen gegen Irans Luftfahrtsektor ist ein iranisches Passagierflugzeug zur Umkehr gezwungen worden.

"Da Turkmenistan den iranischen Fluggesellschaften keine Genehmigung zum Überflug seines Luftraums erteilt hatte, konnte der Flug Teheran–Duschanbe nicht am Zielort landen", berichtete die Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf einen Sprecher der iranischen Luftfahrtbehörde. 

Ein von iranischen Medien verbreitetes Video zeigte eine Durchsage im betroffenen Flug. "Wir haben sogar versucht, unsere Flugroute in der Luft zu ändern und über den Luftraum eines anderen Landes nach Tadschikistan einzufliegen", sagt darin der Pilot. Wann der Flug diese Woche genau erfolgte, blieb zunächst unklar.

Ein iranisches Flugzeug musste wegen der US-Sanktionen umkehren. (Symbolfoto)
Ein iranisches Flugzeug musste wegen der US-Sanktionen umkehren. (Symbolfoto)  © Abedin Taherkenareh/EPA/dpa

24. September, 13.30 Uhr: Sohn von Israels US-Botschafter nach Anschlag in Lebensgefahr

Der bei einem Anschlag im Westjordanland schwer verletzte Sohn des israelischen Botschafters in den USA schwebt weiter in Lebensgefahr.

Botschafter Jechiel Leiter (66) sagte vor Journalisten im Krankenhaus Schaarei Zedek in Jerusalem, es sei eine schwierige Nacht gewesen. "Als ich gestern aus New York ins Flugzeug gestiegen bin, hatte ich die Sorge, dass ich heute Morgen hier landen könnte, ohne noch Hoffnung zu haben", sagte er nach Angaben des israelischen TV-Senders N12. "Die Ärzte konnten seinen Zustand stabilisieren, aber für Neria besteht weiterhin Lebensgefahr."

Ein palästinensischer Attentäter hatte sein Fahrzeug am Mittwoch an einer Militärsperre im Westjordanland auf israelische Sicherheitskräfte gelenkt. Die israelische Armee erklärte, der Angreifer sei getötet worden. Neria Leiter, der Berichten zufolge als Reservist Dienst an dem Kontrollpunkt hatte, erlitt demnach schwere Kopfverletzungen. Leiter hatte vor drei Jahren bereits einen Sohn im Gaza-Krieg verloren. 

Noch immer ist der Sohn von Israels US-Botschafter Jechiel Leiter (66) nicht außer Lebensgefahr.
Noch immer ist der Sohn von Israels US-Botschafter Jechiel Leiter (66) nicht außer Lebensgefahr.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

24. September, 6.41 Uhr: Emirate sanktionieren Irans größte staatliche Bank

Die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate hat Irans größtem staatlichen Finanzinstitut, Bank Melli, die Geschäftstätigkeit in dem Golfstaat weitestgehend untersagt.

Die Bank dürfe in den Emiraten keine Finanztransaktionen aus dem Iran oder in den Iran mehr abwickeln, erklärte die Notenbank. Dies gelte auch für Überweisungen und die Finanzierung von Handelsgeschäften. Dubai und die übrigen Emirate waren für den Iran zuletzt eine sehr wichtige Drehscheibe für Finanz- und Handelsgeschäfte. 

Die Zentralbank der Emirate wirft Bank Melli Verstöße gegen Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismus und der Verbreitung von Waffen vor. Mit der Sanktionierung des Instituts durch den US-Verbündeten erhöht sich im andauernden Konflikt zwischen den USA und dem Iran der wirtschaftliche Druck auf die Islamische Republik weiter.

Die Emirate sanktionieren Irans größte staatliche Bank. (Symbolfoto)
Die Emirate sanktionieren Irans größte staatliche Bank. (Symbolfoto)  © Sina Schuldt/dpa

23. September, 17.55 Uhr: Iran knüpft Öffnung der Straße von Hormus an Bedingungen

Der Iran hat eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus in Gesprächen mit den USA an Bedingungen geknüpft. "Solange unsere Bedingungen nicht erfüllt sind, wird die Straße von Hormus nicht geöffnet und wir werden nicht verhandeln", sagte Mohsen Resai, Generalsekretär des mächtigen Sicherheitsrats, laut der iranischen Staatsagentur Irna.

Die USA sind nach Worten von Resai für den Iran nicht vertrauenswürdig. "Wir verfolgen eine neue Diplomatie", sagte er dem Bericht zufolge. Sieben Bedingungen seien den USA bei den indirekten Verhandlungen in den USA übermittelt worden. Zu den Inhalten äußerte er sich nicht. 

Titelfoto: Osamah Abdulrahman/AP/dpa

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