Nahost-Konflikt: Netanjahu verteidigt Kriege bei UN

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Nahost - Das Welternährungsprogramm (WFP) wirbt angesichts der Zerstörung ganzer Landstriche im Süden des Libanon auch in Deutschland um mehr finanzielle Hilfe für die Betroffenen und politische Unterstützung für die Regierung in Beirut.

Israels Armee ist weiterhin im Südlibanon und führt nahezu täglich Angriffe aus. (Archivbild)
Israels Armee ist weiterhin im Südlibanon und führt nahezu täglich Angriffe aus. (Archivbild)  © Hussein Malla/AP/dpa

Deutschland sei ein wichtiger Geber für die humanitäre Hilfe im Libanon, "allerdings habe ich bei den Gesprächen, die ich bisher geführt habe hier in Berlin, auch im Bundestag, den Eindruck gewonnen, dass diese Krise nicht mehr im Fokus steht", sagte die WFP-Landesdirektorin für den Libanon, Allison Oman, der Deutschen Presse-Agentur. 

Sie führe das unter anderem darauf zurück, dass die israelische Armee kaum Medienberichterstattung aus dem Südlibanon zulasse. "Auch wir dürfen dort keine Fotos machen", fügte sie hinzu. 

Anfang März war der Konflikt zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz im Zuge des Iran-Kriegs erneut eskaliert. Trotz einer eigentlich geltenden Waffenruhe werfen Israel und die Hisbollah einander immer wieder Verstöße gegen die Vereinbarung vor.

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24. September, 22.33 Uhr: Netanjahu verteidigt Kriege bei UN

Kein Einlenken bei Gaza, keine Zweifel am Vorgehen gegen den Iran: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat bei den Vereinten Nationen seinen Kurs mit Nachdruck verteidigt.

Internationale Vorwürfe gegen sein Land wies er zurück und griff zugleich seine Kritiker an. "Israel des Völkermords zu bezichtigen, ist die größte Lüge des Jahrhunderts", sagte er in New York. 

Wenige Stunden zuvor hatte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (90) Israel in seiner per Video vor den UN gezeigten Rede einen "Völkermordkrieg" im Gazastreifen vorgeworfen.

Kritik gab es auch rund um das UN-Hauptquartier im Osten Manhattans: Dutzende Menschen protestierten dort gegen Netanjahus Teilnahme an der UN-Generaldebatte. Als er im UN-Gebäude an das Podium trat, standen zahlreiche Delegationen im Zuhörerraum auf und verließen den Saal.

Israels Ministerpräsident Netanjahu (76) schlägt in New York Kritik entgegen. Vor den UN verteidigt er seinen Kurs, kurz nachdem Palästinenserpräsident Abbas schwere Vorwürfe gegen Israel erhoben hat.
Israels Ministerpräsident Netanjahu (76) schlägt in New York Kritik entgegen. Vor den UN verteidigt er seinen Kurs, kurz nachdem Palästinenserpräsident Abbas schwere Vorwürfe gegen Israel erhoben hat.  © Yuki Iwamura/AP/dpa

24. September, 18.17 Uhr: Huthi feuern Raketen auf Saudi-Arabien ab

Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben Dutzende ballistische Raketen und Drohnen auf Ziele in Saudi-Arabien abgefeuert.

Ziel der "präventiven Operation" seien unter anderem Operationszentralen, Kommando- und Kontrollzentren sowie Waffenlager in der saudischen Region Dschisan im Südwesten des Landes unweit der jemenitischen Grenze gewesen, teilte der Militärsprecher der Huthi, Jahja Sari, mit. 

Saudi-Arabien hatte zuvor mitgeteilt, sechs von den Huthi abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Die Luftabwehr habe damit Versuche vereitelt, die Städte Taif und Janbu anzugreifen, hieß es.

Die Huthi begründeten die Angriffe mit einer Eskalation saudischer Raketenangriffe auf die Grenzgebiete in den jemenitischen Provinzen Saada und Hadscha. Von Dschisan aus sollen zuletzt mehr als 200 Raketen abgefeuert worden sein.

Gegenseitiger Beschuss, Raketen und Drohnen: Der Konflikt im Jemen dauert an. (Symbolfoto)
Gegenseitiger Beschuss, Raketen und Drohnen: Der Konflikt im Jemen dauert an. (Symbolfoto)  © Osamah Yahya/dpa

24. September, 15.42 Uhr: Neues deutsches U-Boot in Israel eingetroffen

Israels Marine hat ein neues Schwergewicht: Nach mehrwöchiger Fahrt von Deutschland ist die "INS Drakon" im Hafen der Mittelmeerstadt Haifa eingetroffen.

Dies bestätigte eine israelische Militärsprecherin. Das vom Kieler Marineschiffbauer TKMS gebaute U-Boot ist das sechste und letzte der Dolphin-Reihe. Mit mehr als 70 Metern Länge ist es das größte U-Boot der israelischen Marine und mit zehn Torpedorohren ausgerüstet.

24. September, 13.38 Uhr: Iranisches Flugzeug muss wegen US-Sanktionen umkehren

Nach der Ankündigung neuer US-Sanktionen gegen Irans Luftfahrtsektor ist ein iranisches Passagierflugzeug zur Umkehr gezwungen worden.

"Da Turkmenistan den iranischen Fluggesellschaften keine Genehmigung zum Überflug seines Luftraums erteilt hatte, konnte der Flug Teheran–Duschanbe nicht am Zielort landen", berichtete die Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf einen Sprecher der iranischen Luftfahrtbehörde. 

Ein von iranischen Medien verbreitetes Video zeigte eine Durchsage im betroffenen Flug. "Wir haben sogar versucht, unsere Flugroute in der Luft zu ändern und über den Luftraum eines anderen Landes nach Tadschikistan einzufliegen", sagt darin der Pilot. Wann der Flug diese Woche genau erfolgte, blieb zunächst unklar.

Ein iranisches Flugzeug musste wegen der US-Sanktionen umkehren. (Symbolfoto)
Ein iranisches Flugzeug musste wegen der US-Sanktionen umkehren. (Symbolfoto)  © Abedin Taherkenareh/EPA/dpa

24. September, 13.30 Uhr: Sohn von Israels US-Botschafter nach Anschlag in Lebensgefahr

Der bei einem Anschlag im Westjordanland schwer verletzte Sohn des israelischen Botschafters in den USA schwebt weiter in Lebensgefahr.

Botschafter Jechiel Leiter (66) sagte vor Journalisten im Krankenhaus Schaarei Zedek in Jerusalem, es sei eine schwierige Nacht gewesen. "Als ich gestern aus New York ins Flugzeug gestiegen bin, hatte ich die Sorge, dass ich heute Morgen hier landen könnte, ohne noch Hoffnung zu haben", sagte er nach Angaben des israelischen TV-Senders N12. "Die Ärzte konnten seinen Zustand stabilisieren, aber für Neria besteht weiterhin Lebensgefahr."

Ein palästinensischer Attentäter hatte sein Fahrzeug am Mittwoch an einer Militärsperre im Westjordanland auf israelische Sicherheitskräfte gelenkt. Die israelische Armee erklärte, der Angreifer sei getötet worden. Neria Leiter, der Berichten zufolge als Reservist Dienst an dem Kontrollpunkt hatte, erlitt demnach schwere Kopfverletzungen. Leiter hatte vor drei Jahren bereits einen Sohn im Gaza-Krieg verloren. 

Noch immer ist der Sohn von Israels US-Botschafter Jechiel Leiter (66) nicht außer Lebensgefahr.
Noch immer ist der Sohn von Israels US-Botschafter Jechiel Leiter (66) nicht außer Lebensgefahr.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

24. September, 6.41 Uhr: Emirate sanktionieren Irans größte staatliche Bank

Die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate hat Irans größtem staatlichen Finanzinstitut, Bank Melli, die Geschäftstätigkeit in dem Golfstaat weitestgehend untersagt.

Die Bank dürfe in den Emiraten keine Finanztransaktionen aus dem Iran oder in den Iran mehr abwickeln, erklärte die Notenbank. Dies gelte auch für Überweisungen und die Finanzierung von Handelsgeschäften. Dubai und die übrigen Emirate waren für den Iran zuletzt eine sehr wichtige Drehscheibe für Finanz- und Handelsgeschäfte. 

Die Zentralbank der Emirate wirft Bank Melli Verstöße gegen Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismus und der Verbreitung von Waffen vor. Mit der Sanktionierung des Instituts durch den US-Verbündeten erhöht sich im andauernden Konflikt zwischen den USA und dem Iran der wirtschaftliche Druck auf die Islamische Republik weiter.

Die Emirate sanktionieren Irans größte staatliche Bank. (Symbolfoto)
Die Emirate sanktionieren Irans größte staatliche Bank. (Symbolfoto)  © Sina Schuldt/dpa

23. September, 17.55 Uhr: Iran knüpft Öffnung der Straße von Hormus an Bedingungen

Der Iran hat eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus in Gesprächen mit den USA an Bedingungen geknüpft. "Solange unsere Bedingungen nicht erfüllt sind, wird die Straße von Hormus nicht geöffnet und wir werden nicht verhandeln", sagte Mohsen Resai, Generalsekretär des mächtigen Sicherheitsrats, laut der iranischen Staatsagentur Irna.

Die USA sind nach Worten von Resai für den Iran nicht vertrauenswürdig. "Wir verfolgen eine neue Diplomatie", sagte er dem Bericht zufolge. Sieben Bedingungen seien den USA bei den indirekten Verhandlungen in den USA übermittelt worden. Zu den Inhalten äußerte er sich nicht. 

23. September, 17.47 Uhr: Schifffahrt durch Meerenge Bab al-Mandab läuft weiter

Mehr als zwei Wochen nach der Blitzoffensive der Huthi-Miliz im Jemen läuft die Schifffahrt in der wichtigen Meerenge Bab al-Mandab weiter.

Vergangene Woche seien jeden Tag mehr als 30 und insgesamt mehr als 230 Durchfahrten registriert worden, berichtete der Informationsdienst Marine Traffic. Der Verkehr habe sich auf einem "niedrigeren aber vergleichsweise stabilen Niveau" eingependelt, hieß es. Die Huthi hatten Anfang September eine neue Offensive im Jemen gestartet und am 11. September die Küstenstadt Mokka eingenommen, woraufhin der Verkehr kurzzeitig zurückging.

Die Schifffahrt in der wichtigen Meerenge Bab al-Mandab soll laufen. (Symbolfoto)
Die Schifffahrt in der wichtigen Meerenge Bab al-Mandab soll laufen. (Symbolfoto)  © Abdulnasser Alseddik/AP/dpa

23. September, 16.56 Uhr: Auto-Attacke im Westjordanland – Angreifer getötet

Bei einer Auto-Attacke im Westjordanland ist nach Angaben von Sanitätern ein Mensch schwer verletzt worden.

Der mutmaßlich palästinensische Attentäter sei getötet worden, teilte die israelische Armee mit.

23. September, 16.54 Uhr: Irans Präsident will zivile Atomenergie nicht aufgeben

Der Iran wird nach Worten seines Präsidenten die zivile Nutzung von Kernenergie nicht aufgeben.

"Die nukleare Frage Irans wird nicht auf dem Schlachtfeld gelöst", sagte Massud Peseschkian (71) mit Blick auf den Krieg Israels und der USA. Zugleich versicherte er bei der UN-Generaldebatte in New York abermals, dass der Iran nicht nach Atomwaffen strebe.

Titelfoto: Yuki Iwamura/AP/dpa

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