Nahost-Konflikt: Regierungstruppen im Jemen melden 181 Angriffe in 24 Stunden

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Teheran - Die Welt reagierte Mitte Juni zunächst mit Erleichterung auf das Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA, doch schon bald folgte die Ernüchterung.

Nach Drohungen gegen Iran sucht US-Präsident Donald Trump (80) nun wieder eine diplomatische Lösung.
Nach Drohungen gegen Iran sucht US-Präsident Donald Trump (80) nun wieder eine diplomatische Lösung.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Die auf 60 Tage angelegte Vereinbarung sollte eine Waffenruhe, eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus und eine langfristige Friedenslösung bringen. Nach dem Auslaufen der Vereinbarung kann Bilanz gezogen werden: Was hat das Abkommen gebracht? 

Die Vereinbarung sah eine sofortige Waffenruhe zwischen dem Iran, den USA und ihren jeweiligen Verbündeten vor, einschließlich der Kämpfe im Libanon. Tatsächlich schwiegen die Waffen nicht lange.

Der Tenor aus Washington dazu lautete zunächst: US-Angriffe auf iranische Ziele seien lediglich begrenzte Vergeltungsschläge für iranische Attacken auf Handelsschiffe, die Waffenruhe gelte nach wie vor.

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Im Juli gab es schließlich fast zwei Wochen lang jede Nacht massive Angriffe. US-Präsident Donald Trump erklärte in sozialen Medien, die Waffenruhe sei "VORBEI". 

Ende Juli drohte Trump dem Iran erneut mit einer noch heftigeren Angriffswelle. "Wir werden sie sehr hart treffen", sagte er. "Wissen Sie, irgendwann werden sie es nicht mehr aushalten können." Die Angriffe blieben letztlich aus, unter Verweis auf angebliche Fortschritte im Ringen um eine diplomatische Lösung.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

17. August, 6.22 Uhr: Regierungstruppen im Jemen melden 181 Angriffe in 24 Stunden

Soldaten der jemenitischen Regierung haben nach eigenen Angaben übers Wochenende innerhalb von 24 Stunden 181 Angriffe gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz durchgeführt – mit Artillerie, Raketenwerfern und Drohnen.

Ziele waren Militärstützpunkte, Waffendepots und Fahrzeuge in verschiedenen Landesteilen, wie ein Armeesprecher sagte. Dutzende Kämpfer der Miliz seien getötet oder verletzt worden. 

Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Von den Huthi gab es dazu zunächst keine offizielle Reaktion. 

Der Armeesprecher nannte die Attacken eine Antwort auf Huthi-Angriffe auf zivile Ziele im Jemen, darunter Firmen und Hafenanlagen. So ruht etwa im Hafen von Mokka der Schiffsverkehr, nachdem dort über mehrere Tage gut 25 Raketen eingeschlagen waren, wie der Hafendirektor berichtete. Sieben Menschen seien getötet worden und ein Millionenschaden entstanden.

Soldaten der jemenitischen Regierung haben übers Wochenende innerhalb von 24 Stunden 181 Angriffe gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz durchgeführt.
Soldaten der jemenitischen Regierung haben übers Wochenende innerhalb von 24 Stunden 181 Angriffe gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz durchgeführt.  © Osamah Abdulrahman/AP/dpa

17. August, 5 Uhr: Kushner trifft Hamas und al-Sisi – Gespräche über Gaza

Jared Kushner, US-Unterhändler und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, hat in Ägypten Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens geführt.

Er traf in El Alamein den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi, wie die Präsidentschaft mitteilte. Auch der ägyptische Außenminister Badr Abdel-Atti und Geheimdienstchef Hassan Raschad seien zugegen gewesen. 

Kushner werde in Ägypten auch eine Hamas-Delegation treffen, verlautete aus Kreisen der islamistischen Terrororganisation. Die Zusammenkunft sei vom ägyptischen Geheimdienst vermittelt worden. Anschließend reise Kushner weiter zu Gesprächen in Israel. Er wollte dort nach Medienberichten unter anderem den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treffen.

Titelfoto: Osamah Abdulrahman/AP/dpa

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