Tragödie am Comer See: Leiche von vermisstem deutschen Vater in 220 Metern Tiefe geborgen
Von Sabina Crisan, Isabel Klemt
Lecco (Italien) - Die Suche nach dem deutschen Vater, der im Comer See in Norditalien verschwunden war, wurde am Wochenende trotz schlechten Wetters fortgesetzt. Jetzt wurde er in 220 Metern Tiefe geborgen.

Seit sechs Tagen waren Rettungskräfte fast ununterbrochen im Einsatz, um den 55-Jährigen aus dem badischen Bühl zu finden. Nun wurde er laut der Feuerwehr der Gemeinde Lecco tot aufgefunden.
Der Mann war am Montag mit seiner Frau und den beiden Kindern mit einem gemieteten Boot auf dem Comer See unterwegs.
Nahe der Ortschaft Dorio, am Ostufer des Sees rund 80 Kilometer nördlich von Mailand, fielen die Kinder aus noch ungeklärter Ursache ins Wasser.
Der Vater sprang hinterher, um ihnen zu helfen. Während die Kinder gerettet werden konnten, tauchte er selbst nicht wieder auf. Vermutet wird, dass er von einer Strömung erfasst wurde.

Der Mann soll italienische Wurzeln gehabt haben und ist in seinem Heimatort Bühl als Gastronom weithin bekannt. Bühl liegt im Westen Baden-Württembergs zwischen Rheinebene, Weinbergen und Schwarzwald. Rund 30.000 Menschen leben in der Stadt.
Titelfoto: Bildmontage: -/Vigili del Fuoco/dpa, Bernhard Krieger/dpa-tmn