Mann verliert nach Horror-Unfall Penis und Hoden

Saint Louis (Missouri, USA) - Diese Suff-Fahrt wird er wohl sein Leben lang bereuen: Weil Paul Berry (29) betrunken einen schweren Autounfall baute, mussten ihm sein Penis und ein Hoden amputiert werden!

Paul Berry (29) verlor nach einem schweren Autounfall seine Männlichkeit. (Symbolbild)
Paul Berry (29) verlor nach einem schweren Autounfall seine Männlichkeit. (Symbolbild)  © 123RF/atlasfoto

Der Horror-Unfall geschah bereits am 10. Mai 2014. Den Abend zuvor hatte Paul mit seinen Kumpels Alkohol getrunken und wollte den Morgen danach zu seiner damaligen Verlobten nach Illinois fahren - ein fataler Fehler, wie sich später herausstellte.

Der 29-Jährige verlor die Kontrolle über seinen Wagen und wurde dabei aus dem hinteren Fenster geschleudert, wie unter anderem die Daily Mail berichtet. Durch den Unfall erlitt der junge Mann so schwere Verletzungen, dass er im Krankenhaus ins künstliche Koma versetzt wurde und ganze fünf Wochen in diesem Zustand blieb.

Chirurgen versuchten seine Geschlechtsorgane, die durch den Crash stark in Mitleidenschaft gezogen worden, wieder zu rekonstruieren. Doch eine Leukozytose, also eine erhöhte Anzahl von Leukozyten im Blut, zwang die Mediziner, ihre Bemühungen aufzugeben.

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Es blieb nur noch, den Penis und einer seiner Hoden zu amputieren.

Paul: "Ich fühle mich erst wie ein Mann, als ich keine Männlichkeit mehr hatte"

Ärzte mussten den Penis und einen Hoden amputieren. (Symbolbild)
Ärzte mussten den Penis und einen Hoden amputieren. (Symbolbild)  © 123RF/ lenetssergey

Als Paul erwachte, war ihm das Ausmaß seiner Verletzungen zunächst nicht bewusst. Erst Wochen später, als er sich allmählich erholte, wurde ihm klar, dass er in Zukunft wohl nie eigene Kinder haben könnte.

"Sie mussten meine, nun ja, Männlichkeit amputieren. Es ist, als ob sie einen Baum fällen würden und ein Stumpf übrig bliebe", erzählte Paul. Doch heute, fast sieben Jahre später, hat sich der Amerikaner mit seinem Handicap arrangiert.

"Es klingt irgendwie ironisch, aber ich fühlte mich erst nach dem Unfall wie ein 'Mann'. Ich möchte der Welt mitteilen, welchen emotionalen Tribut dieser Unfall von mir gefordert hat und immer fordern wird. Es hat mein Leben für immer auf eine Weise verändert, die ich meinem ärgsten Feind nicht wünschen würde."

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Heute kann der 29-Jährige offen über sein Leiden sprechen: "Ich schäme mich nicht mehr. Das Leben ist hart, aber ich habe dadurch viel mehr Selbstvertrauen gewonnen. Ich kann ehrlich sagen, dass ich mich erst wie ein Mann gefühlt habe, als ich keine Männlichkeit mehr hatte."

Titelfoto: 123RF/atlasfoto

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