Neun Millionen Euro-Fund in Kellerwand: Person aus dem Jenseits will Eigentümer des Goldes sein
Dendermonde (Belgien) - Nachdem in der vergangenen Woche Arbeiter auf einer Baustelle im belgischen Dendermonde einen Goldschatz in Höhe von gut neun Millionen Euro in einer Kellerwand freigelegt hatten, melden sich nun immer mehr Goldjäger. Inzwischen wurden der Polizei die wildesten Geschichten aufgetischt.
Unzählige Menschen erheben eine Woche nach dem Fund der Goldbarren und -münzen Anspruch auf das Vermögen. "Wir erhalten E-Mails aus allen Ecken der Welt von potenziellen Besitzern oder Experten, die ihre Hilfe anbieten möchten", schreibt die Polizei auf Facebook.
Sogar Meldungen aus dem Jenseits würde es laut Polizeichef Patrick Freys geben. Wie er gegenüber dem belgischen Sender VRT NWS verrät, würde sich jemand daran erinnern, in seinem früheren Leben das Gold versteckt zu haben.
Nach dem Fund sei der Person plötzlich wieder eingefallen, wo sie den Schatz versteckt hatte. "Diese Person fragte sich, ob sie ein reinkarniertes Eigentum beanspruchen kann und was das Gesetz dazu sagt", erzählt Freys.
Doch das war nicht die einzige verrückte Meldung, die bei den Beamten eingegangen war. Unter anderem hätte sich jemand aus Lettland gemeldet, dessen Großvater früher in Dendermonde gearbeitet haben soll.
Polizei bittet vermeintliche Eigentümer, keinen Kontakt aufzunehmen
"Sein Großvater kehrte dann in sein Heimatland zurück und sagte sein ganzes Leben lang: 'Ich bin Millionär, ich habe irgendwo Geld in einer Mauer versteckt.' Aber er wusste nicht mehr genau, wo", rekapituliert Freys die kuriose Geschichte.
Der Polizeichef appelliert dennoch an alle vermeintlichen Eigentümer, nicht die Polizei zu kontaktieren. Ihre Aufgabe sei es lediglich zu prüfen, ob das Gold mit einer Straftat in Verbindung gebracht werden kann. "Wenn Sie glauben, dass Sie Anspruch auf das Gold haben, gehen Sie zu einem Anwalt oder Notar und lassen Sie ihn sich um Ihren Fall kümmern."
Das Zivilgericht würde schließlich darüber entscheiden, wer Anspruch auf den Schatz hat.
Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Facebook/Lokale Politie Dendermonde
