Dendermonde (Belgien) - Inmitten von Umbauarbeiten eines Hauses im belgischen Dendermonde machten Bauarbeiter eine Entdeckung, mit der sie eigentlich ihren Job an den Nagel hängen könnten: Sie legten einen Goldschatz in Höhe von neun Millionen Euro frei.
Während der Renovierungsarbeiten eines alten Herrenhauses, das zuletzt in der Hand der Wohlfahrtsorganisation CAW war, legten die Bauarbeiter am Montagabend im Keller eine Kiste frei, die in eine Wand eingemauert gewesen war, wie die belgische Zeitung "De Morgen" berichtet.
Als sie diese öffneten, dürften sie ihren Augen nicht getraut haben. Die Männer waren auf Goldbarren und -münzen gestoßen, deren Wert auf rund neun Millionen Euro geschätzt wird. "Es handelt sich um nummerierte Goldbarren und alte Goldpfund", erklärt Geert Hillaert von CAW Oost-Vlaanderen.
Die Arbeiter hätten nach dem Fund zunächst ihren Arbeitgeber, dann die Polizei informiert.
Die Polizei von Dendermonde bestätigte den Goldschatzfund inzwischen. Sie stellte die Kiste am Dienstagvormittag sicher und brachte sie zur Untersuchung nach Brüssel.
Wer den Schatz in der Wand versteckt hat und wie lange er sich dort bereits befand, ist noch unklar. Eine erste Spur scheint es dennoch zu geben: Laut Piet Buyse, Historiker und Ex-Bürgermeister von Dendermonde, könnte es sich um das Vermögen der reichen Brauerfamilie Van Assche handeln.
Polizei warnt neugierige Schatzsucher vor Betreten der Baustelle
Wie er gegenüber dem Sender VRT NWS erklärt, kaufte Theofiel Van Assche 1899 ein großes Grundstück in der Van Langenhovestraat, um dort eine Brauerei zu errichten. Das Haus, in dem das Gold gefunden wurde, ist das einzige Gebäude, das von dem Gelände überhaupt noch erhalten ist.
Ob CAW oder die Baufirma Anspruch auf den Goldschatz oder zumindest einen Finderlohn haben, muss noch geprüft werden.
"Wir hoffen, dass dieser Schatz an den richtigen Ort gelangt und dass diese unerwartete Entdeckung das Leben vieler Menschen positiv verändern kann", schreibt die Polizei auf Facebook - und spricht darüber hinaus noch eine Warnung aus.
Nachdem der Goldfund bekannt geworden ist, sind zahlreiche Menschen auf der Suche nach weiteren Schätzen zur Baustelle gepilgert. Laut Polizei sei dies jedoch sinnlos, da Beamte die Baustelle bereits abgesucht hätten: "Alles ist mit Sicherheit weg."