"Ich komme rauf und geb dir eine": Streit in 3000 Metern Höhe eskaliert! Bergführer greift Alpinist an
Hohen Tauern (Österreich) - Es sind unglaubliche Szenen, die sich in beinahe 3000 Metern Höhe auf dem Großglockner abgespielt haben! Ein Bergführer wollte auf einem schmalen Steig ein polnisches Paar überholen, als es plötzlich zu einem Streit kam, der anschließend völlig eskalierte. Inzwischen ermittelt deshalb sogar die österreichische Polizei.
Bereits am vergangenen Wochenende ereignete sich der dramatische Moment auf dem Mürztaler Steig. Videoaufnahmen gehen nun im Netz viral.
Eine Kamera des polnischen Bergsteigers hielt fest, wie er mit seiner Frau den schmalen Weg zur Erzherzog-Johann-Hütte hinabsteigt. Von hinten näherte sich ein österreichischer Bergführer mit zwei Begleitern und wollte das Paar überholen.
Der Pole bat ihn freundlich darum, zu warten und seiner Frau den Vortritt zu lassen. Doch der Bergführer dachte gar nicht daran, reagierte dreist mit den Worten "Ich bin Bergführer, halt dein Maul!" und drängelte sich an dem Paar vorbei.
Doch damit fing der Streit erst an!
Der Österreicher setzte entsprechend deutlich nach: "Ich komme rauf und geb dir eine!", woraufhin auch der Pole verbal reagierte und dem Bergführer einige Beleidigungen an den Kopf warf. Daraufhin sah der Österreicher komplett rot, stürmte zu dem Alpinisten zurück und sprang ihm letztlich auf dem schmalen Steig in beinahe 3000 Metern Höhe fast an die Gurgel.
Während er handgreiflich wurde, verlangte er von dem Polen Benehmen.
Nach Handgreiflichkeiten in 3000 Metern Höhe drohen dem Bergführer Konsequenzen
Der wütende Bergführer ließ schließlich endlich von dem Mann ab, der ihm abschließend noch die Worte "Das ist unmöglich!" hinterherrief.
Wie die österreichische Kronen-Zeitung berichtet, drohen dem Bergführer nun Konsequenzen.
Der Kalser Berg- und Skiführerverein, der ihm den Auftrag vermittelt hatte, werde ihn in Zukunft nicht mehr engagieren, hießt es. "Das Verhalten war katastrophal und absolut inakzeptabel", erklärte Vereinschef Michael Amraser zum Zwischenfall.
Auch der österreichische Berg- und Skiführerverband ist fassungslos und bezeichnete den Vorfall als "zwischenmenschlich und alpinistisch untragbar". Der Landesverband, dem der Bergführer angehört, solle den Fall prüfen.
Zudem laufen Ermittlungen der Polizei. Eine Person, die das Video gesehen hatte, hatte Anzeige erstattet beziehungsweise die Polizei um eine Prüfung des Falls ersucht. Ermittelt wird dementsprechend wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit.
Die Polizei wird einen abschließenden Bericht der Staatsanwaltschaft übergeben, diese entscheidet dann über das weitere Vorgehen. Nach den derzeit vorliegenden Informationen könnten dem Österreicher drei Monate Haft drohen.
Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Instagram/szuki_85

