Patient stößt Sanitäter aus Krankenwagen: Zuvor leistet er sich noch mehr Entgleisungen

London (England) - Der Londoner Ambulanz-Dienst hat ein schockierendes Video veröffentlicht. Die Bilder zeigen, wie ein Sanitäter von einem Patienten angegriffen wird.

In diesem Moment wurde der Sanitäter aus dem Krankenwagen gestoßen.
In diesem Moment wurde der Sanitäter aus dem Krankenwagen gestoßen.  © Screenshot/London Ambulance Service

Plötzlich geht die Hintertür des Krankenwagens auf. Doch anstatt einer Trage fliegt ein grün gekleideter Rettungssanitäter durch die Tür und landet mitten auf dem Asphalt.

"Es war sehr schmerzhaft - so sehr, dass ich zuerst dachte, ich hätte mir den Arm gebrochen", sagte der 30-Jährige. Derweil er sich auf dem Boden krümmte, stieg der Verantwortliche, ein Patient, der ihn aus dem Auto gestoßen hatte, in aller Seelenruhe aus dem Krankenwagen.

Glücklicherweise sei die Polizei bereits vor Ort gewesen und habe den Mann verhaften können. Er müsse dem verletzten Sanitäter laut London Ambulance Service Schadenersatz zahlen.

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Die körperliche Attacke war aber nur die Spitze des Eisbergs. Denn der Patient hatte den 30-Jährigen wie auch einen Kollegen zuvor auch noch beleidigt und für unschöne Hinterlassenschaften gesorgt.

Mehr als 500 Berichte von körperlichen Übergriffen in einem Jahr

Der Rettungssanitäter krümmte sich vor Schmerzen auf dem Boden.
Der Rettungssanitäter krümmte sich vor Schmerzen auf dem Boden.  © Screenshots/London Ambulance Service

Weil beide Rettungskräfte lange Haare gehabt hätten, beschimpfte der Patient die Männer mit homophoben Ausdrücken. Damit aber nicht genug. Zu allem Überfluss pinkelte er auch noch mitten in den Krankenwagen.

Damit Vorfälle wie dieser möglichst selten passieren, hat der Ambulance Service mehr als drei Millionen britische Pfund (umgerechnet etwa dreieinhalb Millionen Euro) in die technische Ausstattung seiner Krankenwagen gesteckt. Alle Fahrzeuge seien videoüberwacht.

Allein im Zeitraum April 2022 bis März 2023 habe es 561 Berichte über körperliche Übergriffe auf Rettungsdienstpersonal gegeben. 38 Vorfälle seien von Strafverfolgungsbehörden bearbeitet worden.

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"Unsere Angestellten kommen zur Arbeit, um den Londonern in Zeiten der Not zu helfen. Es ist einer der besten Jobs in der Stadt, aber wir können und werden keine Gewalt oder körperliche Bedrohung gegen sie akzeptieren", sagte der leitende Rettungssanitäter Dr. John Martin.

Titelfoto: Bildmontage: Fotos/London Ambulance Service

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