Pompöse Eröffnung der Berufe-WM: Deutsche kämpfen auf Mega-Anlage um Medaillen
Von Christian Grube
Shanghai - China kann Großveranstaltungen: Mit einer wahrlich spektakulären Show in der Mercedes-Benz Arena sind die 48. WorldSkills - also die Weltmeisterschaft der Berufe - in Shanghai eröffnet worden. Rund 15.000 Zuschauer verfolgten die farbenfrohe Show.
Chinas Premier Li Qiang (67) eröffnete die Berufsweltmeisterschaft. Präsident Xi Jinping (73) hatte seinen Regierungschef geschickt, weil er am Mittwoch zu einem Treffen mit Donald Trump (80) nach Washington reist.
Als das deutsche Team in die Arena einzog, war die Erleichterung vielen deutlich anzusehen. Für die 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer geht es nach monatelanger Vorbereitung nun endlich los. Sie treten in verschiedenen Berufen gegen die internationale Konkurrenz an.
Besonders kurzfristig kam Maximilian Bürger aus Wetter in Nordrhein-Westfalen zu seinem Einsatz. Der Stuckateur sprang ein, nachdem die eigentliche deutsche Teilnehmerin krankheitsbedingt ausgefallen war. Erst vor einer Woche erfuhr Bürger, dass er nach Shanghai reisen würde - gerade einmal vier Tage blieben ihm zur Vorbereitung.
Der junge Handwerker gehört bereits zum Nationalteam der Stuckateure und kennt den Druck großer Wettbewerbe. Trotzdem dürfte der Start bei den WorldSkills für ihn eine besondere Herausforderung werden. Vor allem aber freut sich Bürger, überhaupt dabei zu sein.
Sachsen kämpfen um den Titel als weltbeste Landschaftsgärtner
Auch Mark Spalek aus Chemnitz steht in Shanghai am Start. Gemeinsam mit seinem Kollegen Lennard Weitzmann aus Hohenstein-Ernstthal tritt er in der Disziplin Landschaftsgärtner an.
"Dieses Erlebnis wird unglaublich und einmalig. Ich will so viel wie möglich an Erfahrungen und Eindrücken sammeln", sagte Spalek im Vorfeld. Er freue sich auf die Herausforderung - und zugleich auf den Moment nach dem Wettbewerb: "Besonders freue ich mich auch auf den Abpfiff, wenn die Anspannung der vergangenen Monate abfallen kann." Respekt habe er vor allem vor dem Zeitdruck und den mentalen Druck.
Vier Wettkampftage liegen nun vor den deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Austragungsort ist das riesige Messegelände im Westen Shanghais. Die Anlage erstreckt sich über eine Fläche von etwa 400.000 Quadratmetern - was etwa 50 Fußballfeldern entspricht. Nur die Hannover Messe ist noch größer.
Ob Bürger, Spalek, Weitzmann und das restliche deutsche Team Medaillen gewinnen, entscheidet sich am Sonntag bei der großen Siegerehrung.
Titelfoto: Bildmontage: Christian Grube

