Dhigurah (Malediven) - Vor der Küste der Malediven-Insel Dhigurah kommt es in 15 Metern Tiefe zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Tauchern. Plötzlich wird es lebensgefährlich: Einer der Männer greift offenbar nach dem Atemregler seines Kontrahenten - und damit nach dessen lebenswichtiger Sauerstoffversorgung. Ein Video dokumentiert die dramatischen Szenen unter Wasser.
Tauchlehrer Xiao Du erkundete Ende Oktober privat mit einem Bekannten den beliebten Tauchplatz "Kuda Rah Thila", der sich zwischen den Inseln Dhigurah und Dhangethi befindet.
Doch der Tauchgang nahm eine unerwartete Wendung. Nach Angaben von Xiao näherten sich ihnen plötzlich drei andere Taucher. Einer der Männer soll ihn laut The Sun in rund 15 Metern Tiefe weggestoßen haben. Als sich der Tauchlehrer wehrte und die Flosse seines Gegenübers zur Seite drückte, eskalierte die Situation.
Ein weiterer Taucher, offenbar ein lokaler Guide einer anderen Gruppe, mischte sich ein. Er schwamm auf Xiao zu und packte ihn wiederholt am Arm.
Auf den Unterwasseraufnahmen ist zu sehen, wie die beiden Männer miteinander streiten. Während der Fremde wild gestikuliert, versucht Xiao, ihn mit seinen Flossen auf Abstand zu halten.
Dann wird es besonders brenzlig: Der Mann scheint sogar nach Xiaos Atemregler zu greifen. Ein gefährlicher Moment! Denn ohne dieses Gerät kann ein Taucher unter Wasser nicht mehr atmen.
Schließlich gelingt es Xiao, sich aus der Situation zu befreien und zur Oberfläche aufzutauchen.
Nach Streit unter Wasser: Unternehmen gibt Statement ab
Tauch-Guide nach Vorfall suspendiert
Doch auch dort ist der Streit noch lange nicht vorbei. An der Wasseroberfläche stellt der Tauchlehrer die Männer auf einem anderen Boot zur Rede.
"Ihr seid auf mich zugekommen und habt mich festgehalten!", ruft er ihnen entgegen. "Ihr habt versucht, nach meinem Mundstück zu greifen. Ihr habt versucht, mich unter Wasser umzubringen - ihr zu dritt! Drei gegen einen - das ist absolut unverschämt!"
Da Xiao den Tauchgang im Rahmen eines Ausflugs der "Maldives Legend Fleet" unternommen hatte, äußerte sich das Unternehmen anschließend auf Facebook zum Geschehen. "Wir haben uns die Schilderungen unserer Gäste zu dem Vorfall angehört und den Fall den zuständigen Behörden zur Untersuchung übergeben", heißt es im Statement.
Nach dem Vorfall sei allerdings einer ihrer Guides suspendiert worden. "Wir nehmen zur Kenntnis, dass im Nachgang schwerwiegende Vorwürfe bezüglich des Verhaltens unseres Tauchprofis erhoben wurden."