Mann schüttet Benzin in Bar und zündet sie an: Der Grund könnte kaum banaler sein

Los Palacios y Villafranca (Spanien) - Als einem Mann der einfache Wunsch nach Mayonnaise zu seinem Brötchen verwehrt wurde, platzte ihm der Kragen. Er besorgte sich an einer nahe gelegenen Tankstelle etwas Benzin und beschloss wutentbrannt, Rache an der Bar zu nehmen, die ihm die Sauce nicht geben wollte.

Die fehlende Mayonnaise entfachte bei José Rafael GM ein Feuer der Wut. Zusätzlich zu seiner Haftstrafe darf er sich dem Lokal in den nächsten zehn Jahren auf maximal 500 Meter nähern. (Symbolfoto)  © 123RF/karpovkottt

Am gestrigen Mittwoch fiel der Hammer vor dem spanischen Gericht. Dreieinhalb Jahre – so viel muss der Mann hinter schwedischen Gardinen verbringen, der bereits im August 2025 wegen Brandstiftung angeklagt wurde, heißt es in einem Bericht von "ABC Sevilla".

Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von elf Jahren gefordert, doch da sich der Angeklagte vor Gericht geständig und kooperativ zeigte, einigte man sich auf die geringere Freiheitsstrafe, von der er aufgrund seiner Untersuchungshaft bereits mehr als ein Jahr verbüßt hat.

Am 20. August 2025 hatte der Angeklagte José Rafael GM, der laut der Zeitung "damals etwa 50 Jahre alt war", eine Bar in der spanischen Kleinstadt Los Palacios y Villafranca, nahe Sevilla, in Brand gesteckt.

Iran Nahost-Konflikt: Huthi-Miliz meldet Angriff auf Verteidigungsministerium in Riad

Nachdem ihm damals ein Kellner mitgeteilt hatte, dass die von ihm gewünschte Mayonnaise nicht mehr vorrätig ist, hatte José das Lokal verlassen und war zu einer nahe gelegenen Tankstelle gegangen.

Dort hatte er sich eine Flasche voll Benzin geholt, mit der er wenig später in die Bar zurückkehrte. Den Treibstoff schüttete er daraufhin über den Tresen und zündete ihn an.

Besonders gefährlich: Unter dem Tresen befanden sich Gasflaschen, die glücklicherweise nicht explodierten.

Anzeige

Eine Überwachungskamera filmt die Tat

Mehr als 9000 Euro Sachschaden wegen fehlender Mayo

Laut dem Gerichtsurteil entstand durch die Stichflamme und den anschließenden Brand ein Sachschaden von 9245 Euro. Zusätzlich forderte der Barinhaber weitere 1386 Euro Entschädigung. Der Angeklagte und sein Verteidiger stimmten dieser Forderung zu.

Nun ist es an einem dritten Kammergericht, das Urteil auch für rechtskräftig zu erklären. Der Angeklagte hat das Urteil bereits akzeptiert.

Mehr zum Thema Spanien: