Sperrt dieser bekannte Urlaubsort bald Touristen aus?

Menorca (Balearen) - Die Einwohner des beliebten Urlaubsorts Binibeca Vell fühlen sich von den vielen Touristen gestört. Nun könnte den Urlaubern der Zutritt verboten werden.

Die Einheimischen des Urlaubsortes Binibeca Vell stören sich an dem schlechten Benehmen der Touristen.
Die Einheimischen des Urlaubsortes Binibeca Vell stören sich an dem schlechten Benehmen der Touristen.  © luzimag / 123RF

Zahlreiche Urlauber besuchen jedes Jahr, den an der Südküste der Insel Menorca gelegenen Ort Binibeca Vell. Vor allem bei den britischen Touristen ist der Fischerort sehr beliebt.

Allein in diesem Jahr werden eine Million Urlauber erwartet. Doch wenn es nach den Einheimischen geht, soll das verhindert werden.

Die 195 Einwohner des Ferienortes, der auch als "spanisches Mykonos" bezeichnet wird, stören sich vor allem an dem Benehmen der Touristen, das berichtet die spanische Zeitung El Diaro.

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Obwohl bereits im vergangenen Jahr Maßnahmen, wie eine Eingrenzung der Besichtigungszeit von 11 bis 20 Uhr, ergriffen worden, fühlen sich die Einheimischen von den Behörden im Stich gelassen.

Die Einwohner verlangen von den Behörden mehr Unterstützung

Bewohner erzählten davon, wie Touristen Häuserwände beschmutzten, Häuser betraten und Dinge mitnahmen. Bilder auf dem Instagram-Account des Dorfes bezeugen das Verhalten der Urlauber.

Auch ein Betrag von 15.000 Euro zur Instandhaltung des Dorfes wurde den Anwohnern zugesagt, diese Anordnung wurde bislang jedoch noch nicht erneuert. Die Einheimischen sehen der kommenden Urlaubs-Saison daher kritisch entgegen.

Sollten sie sich weiterhin nicht ausreichend von den Behörden unterstützt fühlen, könnte es im August zu einer Abstimmung kommen, die darüber entscheidet, ob der Urlaubsort für Touristen geschlossen wird.

Da das Dorf Privateigentum ist, hätten die Einwohner das Recht, den Ort für Besucher zu schließen, erklärt die Leiterin der Tourismusabteilung der menorquinischen Regierung gegenüber der Zeitung.

Titelfoto: luzimag / 123RF

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