Terezín (Tschechien) - Das Ghetto-Museum in Terezín (Theresienstadt, Tschechien) wird umgebaut und modernisiert.
"Es ist an der Zeit, eine neue Form zu entwickeln, die den zeitgemäßen Möglichkeiten eines Museums und den Bedürfnissen der heutigen Besucher gerecht wird", erklärt der Direktor der Gedenkstätte Theresienstadt, Jan Roubínek.
Roubínek und sein Team pflegen vor Ort die Erinnerung an ein NS-Ghetto und -Gefängnis: Zwischen 1941 und 1945 waren in Theresienstadt rund 140.000 Menschen inhaftiert.
Mehr als 35.000 von ihnen starben. Für viele weitere war der Ort Zwischenstation während der Deportation in Vernichtungslager.
Vergangenes Jahr zählte die Gedenkstätte rund 240.000 Besucher
2025 zählte die Gedenkstätte 240.000 Besucher - darunter Hunderte Schüler und Studenten aus Sachsen.
Roubínek: "Das Ghetto-Museum geht nach dem 2. November in eine Umbaupause. 2029 soll es wiedereröffnet werden." Das Museum erhält ein neues Antlitz - ein Glasanbau wird es prägen. Die Idee dazu hatte der amerikanische Architekt Steven Holl mit dem "Turm des Lichts".
Inspiration war ihm dabei die Lebensgeschichte von Petr Ginz, der während seiner Internierung in Theresienstadt das Gemälde "Mondlandschaft" schuf.