Unglück auf den Philippinen: Mindestens 87 Vermisste nach Brand auf Passagierschiff

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Von Carola Frentzen, Girlie Linao

Manila - Nach einem schweren Brand auf dem Passagierschiff "MV June Aster" vor der philippinischen Provinz Palawan werden dutzende Menschen vermisst. Die Suche läuft auf Hochtouren.

Warum das Passagierschiff "MV June Aster" in Flammen aufging, ist noch ungewiss.
Warum das Passagierschiff "MV June Aster" in Flammen aufging, ist noch ungewiss.  © Philippine Coast Guard/dpa

87 Menschen gelten als verschollen, fünf Tote wurden geborgen und 42 Insassen gerettet, wie die Küstenwache mitteilte.

Die Zahlen seien aber nicht endgültig, da die Rettungsarbeiten andauerten, sagte die Sprecherin der Behörde, Noemie Cayabyab.

Das Fährschiff "MV June Aster" war am Mittwochabend (Ortszeit) auf dem Weg von der Hauptstadt Manila nach Coron, als es - zu diesem Zeitpunkt rund zwei Kilometer vor der Küste - aus noch unbekannter Ursache plötzlich Feuer fing.

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Cayabyab zufolge sollen 134 Menschen an Bord gewesen sein. Die philippinische Nachrichtenagentur PNA berichtete von 117 Passagieren und 17 Besatzungsmitgliedern. 

Einige der Überlebenden mussten im Krankenhaus behandelt werden, sagte die Sprecherin des Katastrophenschutzes, Kristine Mechelle Ablaña. Die meisten von ihnen hätten Verbrennungen an verschiedenen Körperstellen erlitten.

"Nach einer ersten Befragung eines überlebenden Besatzungsmitglieds brach das Feuer im Laderaum aus", betonte Cayabyab. Die Flammen sollen sich dann innerhalb weniger Sekunden schlagartig ausgebreitet haben.

42 Personen sollen den philippinischen Behörden zufolge gerettet worden sein.
42 Personen sollen den philippinischen Behörden zufolge gerettet worden sein.  © Uncredited/Philippine Coast Guard/AP/dpa

Gab es genug Rettungswesten?

An der Rettung beteiligten sich neben der Küstenwache auch die Feuerwehr und andere Schiffe in der Region. Die Suche wurde durch starken Wind und hohen Wellengang erheblich behindert. Auch der Einsatz eines Hubschraubers war wegen der Wetterbedingungen schwierig.

Die Behörden haben derweil Ermittlungen zur Unglücksursache eingeleitet. Untersucht werden soll auch, ob es möglicherweise Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften gab, etwa ob das Schiff überladen war oder ob alle Passagiere mit Rettungswesten ausgestattet waren.

Auf Fotos der Küstenwache ist die völlig ausgebrannte Fähre zu sehen. Einige Passagiere sollen Berichten zufolge nach dem Ausbruch des Brandes in Panik von Bord gesprungen sein.

Erstmeldung: 10. September, 8.05 Uhr; zuletzt aktualisiert: 10. September, 11.09 Uhr

Titelfoto: Philippine Coast Guard/dpa

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