Auf Stuhl gefesselt und verbrannt: Zehnjährige beschuldigt eigene Mutter
Florida (USA) - Skrupellose Bestrafung: Eine Frau aus den USA fesselte ihre kleine Tochter auf einem Stuhl und fügte ihr Brandverletzungen zu, weil das Kind sich zuvor daneben benommen haben soll.
Die 35-jährige Gineth Ramirez wurde nun wegen schwerer Kindesmisshandlung mit Folter angeklagt, wie Law & Crime berichtete. Am 9. September wurden Beamte auf ein zehnjähriges Mädchen aufmerksam gemacht, nachdem es seine Mutter schwer beschuldigt hatte.
Die Kleine erzählte, dass ihre eigene Mutter ihr Verbrennungen hinzufügte, da sie sich schlecht benommen hätte.
Tatsächlich hatte das Kind Brandwunden am Unterarm, dem Schienbein und an der Innenseite seines Oberschenkels, wie es laut Law & Crime in einer eidesstattlichen Erklärung hieß.
Die Zehnjährige erklärte gegenüber der Polizei, dass ihre Mutter sie gezwungen habe, auf einem Stuhl zu sitzen, während ihre Hände auf dem Rücken gefesselt waren.
Anschließend verletzte die 35-Jährige ihre Tochter durch Hitzeeinwirkung.
Frau schiebt alles auf einen Kochunfall
Ramirez stellte sich gegen die Aussagen des Mädchens und erklärte, dass es sich die Verletzungen bei einem Kochunfall vor zwei Wochen zuzog.
Angeblich haben die beiden Flan (Karamellpudding) zubereitet, als die Zehnjährige davon probieren wollte. Als die Mutter ihrer Tochter einen Löffel zum Kosten gab, soll sie diesen fallen gelassen haben - so erklärte sie die Verbrennungen am Bein.
Von den anderen Wunden habe sie angeblich nichts gewusst. Dass Ramirez ihr die Verletzungen absichtlich zufügte, bestritt sie - als Strafe für Fehlverhalten habe sie die Kleine lediglich mit dem Gesicht zur Wand sitzen lassen.
Die Polizei nahm die 35-Jährige fest und brachte sie in das Gefängnis von Miami-Dade County.
Der Prozessauftakt findet voraussichtlich am 13. Oktober statt.
Titelfoto: Bildmontage: 123RF/sbhaumik; Miami-Dade County

