Das gab's zuletzt 1936: US-Minister will Attentäter öffentlich erschießen lassen

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Von Johanna Haensel

Washington (USA) - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (46) will die geplante Erschießung eines zum Tode verurteilten Attentäters auf einem Militärstützpunkt öffentlich stattfinden lassen.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (46).
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (46).  © Jeremias Gonzalez/AP/dpa

Man werde dafür sorgen, dass Menschen die Hinrichtung des ehemaligen Militärpsychiaters Nidal Hasan öffentlich beobachten könnten, sagte Hegseth dem rechtskonservativen US-Sender Real America's Voice.

"Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben." 

Die Hinrichtung ist für den 3. Dezember auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im Bundesstaat Texas geplant.

Mutmaßliche Planung von islamistischem Anschlag: Polizei nimmt 18-Jährigen fest
USA Mutmaßliche Planung von islamistischem Anschlag: Polizei nimmt 18-Jährigen fest

Hasan hatte 2009 auf dem Militärstützpunkt das Feuer auf Soldaten eröffnet und 13 Menschen getötet. 32 weitere Menschen wurden verletzt. Der damalige Militärpsychiater wurde 2013 von einem Militärgericht zum Tode verurteilt.

Der ehemalige Militärpsychiater Nidal Hasan tötete 13 Menschen. (Archivfoto)
Der ehemalige Militärpsychiater Nidal Hasan tötete 13 Menschen. (Archivfoto)  © CSTS / AFP

Letzte allgemein öffentliche Hinrichtung in den USA war 1936

Öffentliche Erschießungen wurden in den USA unter anderem während des Amerikanischen Bürgerkriegs im 19. Jahrhundert als Abschreckung eingesetzt. Die bislang letzte Hinrichtung durch ein Erschießungskommando des US-Militärs fand 1945 statt.

Die letzte allgemein öffentliche Hinrichtung in den USA war 1936: Damals wurde im Bundesstaat Kentucky ein Mann vor Tausenden Schaulustigen gehängt.

Ob Hegseth nun eine ähnlich öffentliche Hinrichtung oder lediglich die Anwesenheit ausgewählter Zeugen und Personen beziehungsweise eine Übertragung plant, blieb zunächst unklar.

Titelfoto: Montage: CSTS / AFP, Jeremias Gonzalez/AP/dpa

Mehr zum Thema USA: