Er beobachtete sie heimlich: Mitarbeiter einer Kirche wegen Kinderpornografie verurteilt

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Kalifornien (USA) - Im kalifornischen Orange County (USA) wurde der Kirchen-Angestellte Jacob Melvin (46) zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er mithilfe einer Software Kinder heimlich gefilmt hatte. Die Aufnahmen nutze der Mann zur Herstellung von Kinderpornografie.

Jacob Melvin (46) filmte heimlich Kinder ab - das entstandene Material missbrauchte er. (Symbolfoto)
Jacob Melvin (46) filmte heimlich Kinder ab - das entstandene Material missbrauchte er. (Symbolfoto)  © 123rf/arinahabich

Wie die zuständige Staatsanwaltschaft mitteilte, bekannte sich der IT-Spezialist aus San Juan Capistrano wegen des Transports sowie die Herstellung solcher Aufnahmen für schuldig. Demnach sei der 46-Jährige in der "Crossline Community Church" in Laguna Hills tätig gewesen. Dort kümmerte sich Melvin um die Computer- sowie Audiotechnik - und stand so im ständigen Austausch mit Kindern.

Einigen von ihnen bot der Kirchen-Angestellte Laptops an. Was sie nicht wussten: Ihre Notebooks waren mit einer Überwachungssoftware bearbeitet worden. So konnte der 46-Jährige die Minderjährigen aus der Ferne beobachten, ohne dass die Betroffenen etwas davon bemerkte.

Infolgedessen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass auf diese Weise mindestens acht Kinder heimlich aufgenommen wurden. Im späteren Verlauf der Ermittlungen fanden die Behörden auf dem Smartphone sowie Computer des Mannes zahlreiche Aufnahmen der Mädchen sowie Jungen.

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Bereits vergangenes Jahr wurde die Polizei auf Melvin aufmerksam und nahm ihn schließlich im Juni 2025 am Flughafen in Miami fest. Während der Untersuchungen stießen die Beamten auf unzählige Dateien, die sich auf dem Handy des 46-Jährige befanden. Darauf zu sehen: Minderjährige aus Russland.

"Dieser Angeklagte nutzte Technologie als Waffe und missbrauchte Vertrauenspositionen, um in die intimsten Bereiche von Kindern einzudringen und sie sexuell auszubeuten", betonte Staatsanwalt Jason A. Reding Quiñones. Seine Machenschaften haben nun ein Ende: Melvin muss 40 Jahre hinter Gitter.

Kirche wusste von seinen Vorstrafen und stellte ihn dennoch ein

Der IT-Experte fiel bereits mehrfach polizeilich auf - die Kirche akzeptierte seine Vorstrafen. (Symbolfoto)
Der IT-Experte fiel bereits mehrfach polizeilich auf - die Kirche akzeptierte seine Vorstrafen. (Symbolfoto)  © 123Rf/valeriysurujiu

Vor rund 20 Jahren wurde Melvin im US-Bundesstaat Oregon wegen Verletzung der Privatsphäre verurteilt. Damals installierte er Kameras in einer Umkleide - die Betroffenen besuchten ein christliches Ferienlager. Trotz seiner Vorgeschichte wurde der IT-Experte 2012 an der "Crossline" eingestellt.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, sprach der Mann mit seinem Arbeitgeber offen über seine früheren Verurteilungen - auch seine Probleme mit Kinderpornografie waren ein Thema. Doch anstatt den 46-Jährigen abzuweisen, erhielt er einen wichtigen IT-Posten im Gotteshaus.

"Die Ältesten der Crossline Community Church sind zutiefst betrübt über die Taten von Jacob Hart und das Leid, das er insbesondere den Opfern zugefügt hat", erklärte ein Sprecher der Kirche. Die Gemeinde sei über Melvins Vorstrafen informiert gewesen und hätte im Zuge dessen ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft.

Titelfoto: 123rf/arinahabich

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