Heftige Sturzfluten in Florida: Tote Menschen, zerstörte Häuser und versunkene Autos
Florida (USA) - Die schlechten Nachrichten rund um den US-Bundesstaat reißen einfach nicht ab: In Florida sorgten heftige Regenfälle für schwere Überschwemmungen und ließen dabei die Küstenregion im wahrsten Sinne des Wortes ertrinken.
Nach Angaben des Newsblogs "Vulkane Net" sei besonders der Süden des Bundesstaates betroffen. So wurden beispielsweise seit Sonntag in der Kleinstadt Malabar 500 Millimeter Niederschlag gemessen. In Palm Bay hat das "US Weather Prediction Center" 523 Millimeter gemessen.
Am Montag rief der nationale Wetterdienst schließlich die höchste Warnstufe für Sturzfluten in zahlreichen kalifornischen Regionen aus. Darunter: West Melbourne, Grant-Valkaria sowie Palm Bay. Rund 24 Stunden nach den extremen Regenfällen wurden bereits 381 bis 508 Millimeter Niederschlag gemessen.
Die Naturkatastrophe flutete Häuser, verwandelte Straßen in Flüsse und stellte eine echte Bedrohung für Mensch und Tier dar. Wie "ABC News" berichtete, kamen bei den Sturzfluten bislang zwei Menschen ums Leben: Joshua Bennett (†34) und Archie Richards (†78).
Während die Rettungsmaßnahmen unzähliger Menschen und Haustiere noch immer andauern, teilten die zuständigen Einsatzkräfte bereits mehrere Aufnahmen der Naturkatastrophe in den sozialen Medien. Zusehen: Menschen in Kajaks, schwimmende Autos und zerstörte Häuser.
"Palm Bay, Florida, bekam 20 Zoll (circa 508 Millimeter) Regen in 24 Stunden – eine einmalige Flut in einem Jahrtausend", schrieb eine regionale Feuerwehr auf TikTok.
Doch nicht nur das Wasser verirrte sich auf die Straßen - auch Alligatoren machten es sich auf dem nassen Asphalt bequem.
Hurrikan soll keine Ursache für die heftigen Sturzfluten gewesen sein
Wie der Newsblog betonte, sei kein Hurrikan, sondern ein starkes Hochdruckgebiet über dem US-Bundesstaat Virginia der Auslöser für die Naturkatastrophe.
Dazu komme ein Höhentief über dem Golf von Mexiko hinzu. Dies führe zu immer wiederkehrenden heftigen Schauern und Gewittern.
Die extremen Regenfälle in Florida lassen bereits nach, dennoch warnten die lokalen Behörden vor weiteren anhaltenden Überschwemmungen. Das Wasser benötige mehrere Tage, um abfließen zu können.
Titelfoto: Fotomontage/Screenshot/Instagram/pi.fire.science/brandonthearchivist8880
