Kirkland (Washington/USA) - Damit hatte dieser Hausbewohner ganz sicher nicht gerechnet: Verdächtige Geräusche im eigenen Zuhause ließen ihn einen Einbrecher vermuten. Doch als die Polizei anrückte, saß der ungewöhnliche Eindringling bereits oben an der Treppe.
Der kuriose Vorfall ereignete sich im Stadtteil Moss Bay in Kirkland im US-Bundesstaat Washington.
Der Bewohner hatte lautes Poltern in seinem Haus gehört und aus Sorge vor einem möglichen Einbruch den Notruf gewählt. Die Beamten entdeckten schließlich aber etwas anderes im Gebäude - einen Rotluchs!
Weil ein in die Enge getriebenes Wildtier gefährlich werden kann, gingen die Einsatzkräfte vorsichtig vor. Sie ließen eine Drohne im Haus aufsteigen, um die Bewegungen des Tieres aus sicherer Entfernung beobachten zu können.
Anschließend gelang es den Polizisten, den tierischen "Einbrecher" in einen separaten Raum zu treiben.
Mitarbeiter der zuständigen Wildtierbehörde betäubten den Rotluchs schließlich. Später wurde er in der Nähe des Forbes Creek wieder freigelassen - unweit seines natürlichen Lebensraums.
Die gute Nachricht: Weder der Bewohner noch die Polizisten oder das Tier wurden verletzt.
Wollte der Rotluchs zur Hauskatze?
Auch die Frage, wie das Tier überhaupt ins Haus gelangte, scheint geklärt. Nach Einschätzung der Polizei kletterte der Rotluchs vermutlich auf einen Baum und sprang anschließend durch ein geöffnetes Fenster.
Möglicherweise hatte ausgerechnet die Katze des Bewohners seine Aufmerksamkeit geweckt. Auch sie überstand den tierischen Besuch unversehrt.
Die Behörden mahnen trotz des glimpflichen Ausgangs zur Vorsicht: Wer einem Rotluchs begegnet, sollte Abstand halten und das Tier weder anfassen noch füttern.
Dringt ein Rotluchs in ein Gebäude ein, sollen Menschen und Haustiere den Bereich verlassen und den Notruf verständigen. Das gilt aber vor allem für Bewohner Nord- und Mittelamerikas.