Mann lässt sich Teil seines Hirns entfernen, nun spürt er keine Angst mehr!

USA - Die Angst vor einem Überfall oder das beklemmende Gefühl, wenn man an einer Klippe steht, kennt vermutlich jeder von uns. Der US-Amerikaner Jody Smith (32) ist da eine Ausnahme. Weil Ärzte einen Teil seines Hirns entfernt haben, spürt Smith keine Angst mehr. Der Eingriff hatte jedoch auch negative Folgen.

Jody Smith (32) wurden die rechte Amygdala und der rechte Hippocampus entfernt. Beide sind für die Regelung emotionaler Äußerungen zuständig. (Symbolbild)
Jody Smith (32) wurden die rechte Amygdala und der rechte Hippocampus entfernt. Beide sind für die Regelung emotionaler Äußerungen zuständig. (Symbolbild)  © kzenon/123RF

Wie "Vice" berichtet, litt der US-Amerikaner lange Zeit an Angstzuständen sowie epileptischen Anfällen, die sein Leben plagten.

Mit Ende 20 waren die Attacken so heftig geworden, dass er bei einer Familienfeier das Bewusstsein verlor, nur um nach seinem Aufwachen festzustellen, dass er mehrere Minuten lang durch den Garten der Nachbarn gestolpert und gekrochen war. Er selbst habe sich an nichts davon erinnern können.

Nachdem alle Versuche, Smiths Anfälle mit Medikamenten zu behandeln, gescheitert waren, entschieden sich seine Ärzte schließlich für einen chirurgischen Eingriff.

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Dem heute 32-Jährigen wurden die rechte Amygdala und der rechte Hippocampus entfernt. Beide sind für die Regelungen emotionaler Äußerungen wie beispielsweise Angst zuständig.

"Ich rede von der Angst, die man im Angesicht des Todes verspürt"

Die Operation war ein Erfolg. Mittlerweile verspüre Jody Smith keine Angst mehr, wobei ein ganz bestimmtes Gefühl gemeint ist. "Ich rede von der Angst, die man im Angesicht des Todes oder einer schweren Verletzung verspürt", erklärt er.

Schaut Smith eine Klippe herunter, hindert ihn sein Körper zwar noch immer am Weitergehen. Die Angst, wie andere sie verspüren, empfinde er jedoch nicht. Ein Effekt wie dieser könne nach einem solchen Eingriff durchaus auftreten, erklärt Dr. Sanne van Rooji, die ebenfalls in dem Artikel zitiert wird. Auch andere Epilepsie-Patienten, die der Operation unterzogen wurden, hätten dies gezeigt.

Der Eingriff hatte jedoch auch negative Folgen. So leide Smith heute an Aufmerksamkeitsdefizitstörungen und Erinnerungslücken. Grundsätzlich, sagt er, fühle er sich jedoch besser.

Titelfoto: kzenon/123RF

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