Polizei rettet 36 Hunde aus den Fängen einer Tierquälerin: "Sie waren mit Kot und Urin beschmutzt"

Palm City (Florida/USA) - Von tierischer Fürsorge fehlte hier jede Spur: Paige O'Donnell (62) aus dem US-Bundesstaat Florida wurde wegen Tierhortung sowie Quälerei angeklagt, nachdem Polizeibeamte 36 Border Collies in Not aus dem Haus der Frau gerettet hatten.

Im US-Bundesstaat Kalifornien stellten Beamte zahlreiche Hunde in einem entsetzlichen Zustand sicher.  © Screenshot/Facebook/Martin County Sheriff's Office

Wie das Martin County Sheriff's Office in einer Mitteilung auf Facebook bekannt gab, liefen die Ermittlungen gegen die 62-Jährige bereits vor der Hausdurchsuchung. Am 10. August folgte dann der polizeiliche Zugriff, bei dem mehrere heruntergekommene Vierbeiner sichergestellt wurden.

Nach Angaben der Behörden waren die Zustände in O'Donnells Haus erschreckend. "Das Fell der Hunde war verfilzt, sie waren mit Kot und Urin beschmutzt und benötigten dringend Pflege", erklärten die Beamten. Neben dem herzzerreißenden Anblick der Fellnasen plagte die Behörden ein weiteres Problem.

Der stechende Geruch, der sich über Jahre hinweg angestaut hatte, setzte den Rettern zunehmend zu. Infolgedessen mussten Schutzanzüge und Atemschutz her. "Die Futter- und Wassernäpfe sind voller Kot", schilderte Sheriff John Budensiek gegenüber "FOX13".

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Während der Hausdurchsuchung fanden die Behörden rund 36 Border Collies, berichtete "East Idaho". Die Rettungsaktion gestaltete sich dabei jedoch schwieriger als zunächst gedacht: Durch den vermüllten Zustand des Hauses mussten die Einsatzkräfte die Hunde einzeln aus dem Apartment tragen - ein echter Knochenjob.

"Alle [...] befinden sich nun in der Obhut der 'Treasure Coast Humane Society' (eine Tierschutzorganisation, Anm. d. Red.), wo sie untersucht, gereinigt, medizinisch behandelt und versorgt werden." Wie ein Sprecher mitteilte, kämpfen die Fellnasen derzeit gegen Haut- sowie Augenprobleme.

Sheriff Budensiek zeigte sich angesichts der extremen Tierquälerei fassungslos und betonte: "Mir tun die Hunde leid." Besonders wütend mache ihn der Fakt, dass der 62-Jährigen bereits in der Vergangenheit Hilfe angeboten wurde.

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Die 62-jährige Paige O'Donnell wurde vor wenigen Tagen verhaftet.  © Fotomontage/Screenshot/Facebook/Martin County Sheriff's Office
Von außen wirkte das Haus der Angeklagten sauber und gepflegt ....  © Screenshot/Facebook/Martin County Sheriff's Office
... was sich jedoch hinter verschlossenen Türen abspielte, entsetzte selbst die zuständigen Polizisten.  © Screenshot/Facebook/Martin County Sheriff's Office

O'Donnell muss sich nun für jeden einzelnen Vierbeiner verantworten

Während die Verhandlungen laufen, werden die Fellnasen aus Palm City wieder aufgepäppelt.  © Screenshot/Facebook/Martin County Sheriff's Office

Nun muss sich die ehemalige Tierbesitzerin für jede gerettete Fellnase verantworten. "Heute Nachmittag wurde der 62-jährigen Paige O’Donnell im Anschluss an die gestrigen, erschütternden Ermittlungen wegen 'Tierhortung' (krankhaftem Tiersammeln) ihr Schicksal vor Gericht verkündet", betonten die Beamten.

Gegen die in Palm City (Kalifornien) ansässige Frau wurden im Zuge ihrer Verhaftung 72 Anklagepunkte erhoben. "36 Fälle von Tierquälerei (als Verbrechen eingestuft) und 36 Fälle von Vergehen, weil sie den Hunden weder angemessenen Auslauf noch ausreichend frische Luft geboten hatte."

Doch das war noch nicht alles: Die Kaution der 62-Jährigen wurde auf rund 275.000 US-Dollar (circa 238.300 Euro) festgesetzt.

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Während die Verhandlungen gegen die mutmaßliche Tierquälerin laufen, werden die Hunde medizinisch behandelt und aufgepäppelt. Das Urteil gegen die Angeklagte steht noch aus

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