Sie überlebte zwei Giftspritzen: Teenie-Mörderin wieder ansprechbar

Tennessee (USA) - Die im US-Bundesstaat Tennessee zum Tode verurteilte Christa Pike (50) ist nach ihrer gescheiterten Hinrichtung wieder bei Bewusstsein und ansprechbar.

Christa Pike war 1996 für den Mord an der damals 19-jährigen Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Sie selbst war zur Tatzeit 18 Jahre alt.  © Bildmontage: Uncredited/Tennessee Department of Correction/AP/dpa

Die 50-Jährige wird weiterhin auf der Intensivstation behandelt. Wie ihr Anwaltsteam mitteilte, ist derzeit noch unklar, wie sich ihr Zustand entwickeln wird.

Pike überlebte zwei Giftspritzen, die ihr bei einem Hinrichtungsversuch verabreicht wurden. Bei der Injektion der tödlichen Medikamente soll es erhebliche Probleme mit den Venenzugängen gegeben haben. Dabei erlitt Pike schwere Verletzungen an beiden Armen.

Einer ihrer Arme habe sich während des Vorgangs violett verfärbt, schilderten die Juristen. Später seien an mehreren Einstichstellen Blasen und Verbrennungen festgestellt worden.

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Trotz aller Strapazen soll Pike auch Tage nach dem gescheiterten Hinrichtungsversuch mit Handschellen und Fußfesseln an ihr Krankenhausbett gefesselt sein.

Ihr Zustand sei medizinisch beispiellos, heißt laut ihren Anwälten. Pike sei die einzige ihnen bekannte Person in den USA, die einen vollständigen Hinrichtungsversuch mit einer tödlichen Injektion überlebt habe. "Christa ist eine Überlebende und wird ihre Genesung Tag für Tag angehen", erklärten die Anwälte.

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Hinrichtung scheiterte vergangene Woche

Bei der Hinrichtung von Christa Pike kam es zu erheblichen Problemen. (Symbolbild)  © Paul Buck/EPA/dpa

Bei dem Hinrichtungsversuch am 30. September wurden Pike nach Angaben ihrer Anwälte zwei Dosen des Medikaments Pentobarbital verabreicht. Dennoch starb sie nicht.

Mehrere Zeugen berichteten, dass sie nach der Medikamentengabe noch über längere Zeit laut atmete beziehungsweise schnarchte. Einer ihrer Anwälte sagte zudem, er habe Pike nach der ersten Dosis noch sprechen und singen gehört.

Warum der Hinrichtungsversuch scheiterte, ist bislang nicht abschließend geklärt. Pikes Anwälte machen unter anderem Probleme mit den Venenzugängen dafür verantwortlich. Eine unabhängige Untersuchung soll nun die genauen Umstände klären.

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Der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee (66), hat nach dem Vorfall die für den Rest des Jahres geplanten Hinrichtungen ausgesetzt und eine externe Untersuchung angeordnet.

Pikes Anwälte fordern unterdessen, die gegen sie verhängte Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umzuwandeln. Zudem haben sie weitere rechtliche Schritte angekündigt.

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