Teenie-Mörderin überlebt Hinrichtung: Mutter des Opfers findet scharfe Worte
USA - Nachdem die im US-Bundesstaat Tennessee zum Tode verurteilte Mörderin Christa Pike (50) nach ihrer gescheiterten Hinrichtung wieder bei Bewusstsein und ansprechbar ist, hat sich nun auch die Mutter des Opfers zu Wort gemeldet.
Pike überlebte zwei Versuche, ihr per Giftspritze das Leben zu nehmen. Bei der Verabreichung der tödlichen Medikamente soll es erhebliche Probleme mit den Venenzugängen gegeben haben. Dabei erlitt die 50-Jährige schwere Verletzungen an beiden Armen und befindet sich weiterhin gefesselt in einem Krankenhaus.
Wie "People" berichtet, sagte May Martinez, die Mutter von Colleen Slemmer (†18), die 1995 von Christa Pike gefoltert und brutal ermordet wurde: "Wenn ich in diesen Raum hätte gelangen können, hätte ich den Teppichschneider genommen und sie so aufgeschnitten, wie sie es mit Colleen gemacht hat, damit sie den Schmerz spürt."
Gegenüber dem NBC-Sender "WBIR" fügte sie hinzu, sie habe bereits geahnt, dass Pike den Hinrichtungsversuch überleben würde.
Zudem äußerte sie die Vermutung, dass der US-Bundesstaat Tennessee möglicherweise keinen weiteren Versuch unternehmen werde, die Mörderin ihrer Tochter hinzurichten.
Hinrichtungsversuch wirft weiterhin Fragen auf
Auf die Frage von "WBIR", was ihrer Meinung nach nun mit Pike geschehen sollte, antwortete sie: "Es spielt keine Rolle, was ich denke. Sie werden tun, was sie tun werden."
Warum der Hinrichtungsversuch letztlich scheiterte, ist bislang nicht abschließend geklärt.
Der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee (66), hat nach dem Vorfall die für den Rest des Jahres geplanten Hinrichtungen ausgesetzt und eine externe Untersuchung angeordnet.
Pikes Anwälte fordern unterdessen, die gegen sie verhängte Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umzuwandeln. Zudem haben sie weitere rechtliche Schritte angekündigt.
Titelfoto: Bildmontage: Facebook/Screenshot/In Loving Memory Of Colleen A Slemmer, Uncredited/U.S. DISTRICT COURT/dpa

