Orlando (USA) - Es ist ein Szenario, vor dem wohl viele Therapeuten heimlich Angst haben: Ein Patient dreht durch und greift an. Für Rebecca White (†44) aus dem US-Bundesstaat Florida wurde dieser Albtraum nun zur schrecklichen Realität. Ein ehemaliger Patient attackierte sie und ihren aktuellen Patienten mit einem Messer - White überlebte den blutigen Zwischenfall nicht!
Es geschah am Montagabend vor einer Woche: Als White gerade ihre aktuelle Stunde mit einem Klienten in ihrem Büro in Orlando beendet hatte, tauchte plötzlich Michael Smith (39) auf, wie Florida Today unter Berufung auf lokale Behörden berichtete.
Laut dem Orange County Sheriff's Office wollte er mit seiner ehemaligen Therapeutin sprechen, doch White wollte ihn nicht reinlassen. Offenbar aus gutem Grund, denn Augenblicke später griff der 39-Jährige die 44-Jährige und ihren Patienten an.
Dabei stach er mit einem Messer auf White ein. Der andere, ebenfalls schwer verletzte Klient konnte den Notruf wählen. Laut WESH musste er operiert werden, überlebte den Zwischenfall aber. White hingegen verstarb im Krankenhaus.
Für den Überlebenden wurde mittlerweile eine Spendenseite bei GoFundMe eingerichtet. Dort schreibt seine Mutter Kristi Ogaz, dass ihr Sohn bei der Attacke am 19. Januar insgesamt zehn Messerstiche abbekam!
Patient soll versucht haben, seine Therapeutin zu retten
"Mein Sohn wird nun eine Narbe im Mund und an anderen Körperstellen haben, außerdem besteht die Möglichkeit von Nervenschäden durch einen Messerstich in seine Hand", heißt es. Mit Stolz erklärt Ogaz: "Während andere vielleicht geflohen wären, stellte er sich diesem Mörder entgegen und versuchte körperlich, ihn daran zu hindern, seine Therapeutin zu erstechen."
Trotz Krankenversicherung bräuchte er während seiner körperlichen und seelischen Genesung Hilfe bei seinen Rechnungen. Bislang kamen umgerechnet fast 7500 Euro auf der Spendenseite zusammen.
Warum Smith seine ehemalige Therapeutin und deren Patienten attackierte, ist indes nicht bekannt. Zunächst floh er vom Ort des Geschehens - am nächsten Morgen wurde aber sein lebloser Körper aufgefunden. Die Polizei geht von Suizid aus.
Solltet Ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.