Chicago (USA) - Weil immer mehr Menschen zur Abnehmspritze greifen und deshalb anders essen, zieht McDonald's in den Vereinigten Staaten eine Anpassung seiner Speisekarte in Erwägung.
Laut des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Gallup greifen derzeit rund 30 Millionen Menschen in den USA zu GLP-1-Medikamenten, um abzunehmen.
Nutzer von Ozempic und Co. müssen auf eine ausreichende Zufuhr von Proteinen achten, um Muskelabbau vorzubeugen. Zudem essen sie aufgrund der Appetithemmung und des lang anhaltenden Sättigungsgefühls weniger Portionen.
Kein Wunder, dass sich seit dem Abnehmspritzenwahn das Essverhalten vieler Amerikaner grundlegend geändert hat. Auf diese Veränderung will nun offenbar auch McDonald's reagieren.
Auf dem Investorentag des Unternehmens in Chicago gab Skye Anderson, Präsidentin von McDonald's USA bekannt, dass der Fast-Food-Riese auf den Protein-Zug aufspringen wolle.
"Das ist eine Chance. Wir müssen immer wieder neue Gründe liefern, warum McDonald's die erste Wahl sein sollte", wird sie von Fast Company zitiert.
Stehen schon bald Bowls und Eiergerichte auf der McDonald's-Menükarte?
Demnach könnten sich zu Big Mac und Co. schon bald Sandwiches sowie Wraps mit gegrilltem Hähnchen, Bowls und Eiergerichte auf die Menükarte gesellen.
Außerdem habe McDonald's nicht nur zum Ziel, dem erhöhten Proteinbedarf seiner wachsenden Kundschaft gerecht zu werden, sondern ebenso seine Restaurants zu modernisieren.
So sollen Filialen optimierte Küchenbereiche in Form von ergonomischen Arbeitshöhen und logischen Zonentrennungen erhalten. Zusätzlich sollen Laufwege für das Personal verkürzt und die Bestell- sowie Verkaufsprozesse mit KI erleichtert werden.
Alle Pläne treffen aber bislang erst mal nur auf die USA zu. Wann genau und in welchen Ländern neue Produkte eingeführt werden, bleibt vorerst unklar.
McDonald's-CEO Chris Kempczinski unterstreicht, dass es sich um eine langfristige Entwicklung handele und sich die Angebote von Land zu Land unterscheiden.