Wegen schwerer Sexualdelikte verurteilt! Max-Factor-Erbe 101 Jahre früher aus Knast entlassen

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Glendora (USA) - Er kommt über 101 Jahre früher aus dem Knast! 2003 wurde Andrew Luster (62), Erbe des weltweit bekannten Kosmetikunternehmens Max Factor und Urenkel des Gründers, wegen schwerer Sexualstraftaten zu 124 Jahren Haft verurteilt. Jetzt ist Luster wieder auf freiem Fuß.

Andrew Luster (62, M.), Erbe des weltweit bekannten Kosmetikunternehmens Max Factor, saß mehr als 20 Jahre wegen schwerer Sexualverbrechen im Gefängnis. (Archivfoto)
Andrew Luster (62, M.), Erbe des weltweit bekannten Kosmetikunternehmens Max Factor, saß mehr als 20 Jahre wegen schwerer Sexualverbrechen im Gefängnis. (Archivfoto)  © NICK UT / POOL / AFP

Andrew Luster hatte sich zwischen 1996 und 2000 hauptsächlich junge Frauen in Studentenbars ausgesucht, sie mit Liquid-Ecstasy betäubt und anschließend sexuell missbraucht.

Zwei seiner abscheulichen Taten hielt Luster auf Video fest. 2003 wurde der Erbe des Kosmetikimperiums für 86 Straftaten, darunter Vergiftung und Vergewaltigung, schuldig gesprochen.

Luster sollte eigentlich für 124 Jahre hinter Gitter wandern. Doch wie CBS News berichtet, wurde der 62-Jährige am Wochenende auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen - nur 23 Jahre nach seiner Verurteilung!

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Laut der kalifornischen Strafvollzugsbehörde wurde Luster am Sonntag "nach Verbüßung seiner gesamten, gesetzlich vorgeschriebenen Haftstrafe" entlassen. Dabei handele es sich nicht um eine vorzeitige Entlassung.

101 Jahre früher kommt Luster aus der Haft frei. (Archivfoto)
101 Jahre früher kommt Luster aus der Haft frei. (Archivfoto)  © NICK UT / POOL / AFP

Staatsanwaltschaft kämpft vergeblich gegen Freilassung des Max-Factor-Erben

Demnach konnte Luster seine Haftzeit durch Arbeit und gute Führung verkürzen. Zudem wurden ihm 977 Tage angerechnet, die er vor seiner Verurteilung in Haft verbracht hatte.

Die Staatsanwaltschaft des Ventura County kämpft bereits seit Jahren gegen seine Freilassung. Luster zu entlassen, sei laut Bezirksstaatsanwalt Eric Nasarenko eine "schwere Ungerechtigkeit gegenüber den Überlebenden und eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit".

Aktuell soll der 62-Jährige in Glendora leben. Bei den Verantwortlichen der Stadt und den Einwohnern löste das Empörung aus. Die Stadt fordert nun Antworten von den kalifornischen Gesetzgebern.

Titelfoto: NICK UT / POOL / AFP

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