Bombe in Köln gefunden: Sperrung der A4 wird vorbereitet - auch Luftraum wird dicht gemacht

Köln - Der nächste Bombenfund in Köln! In Köln-Rodenkirchen ist am Montag ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Der Sprengkörper soll noch am Dienstag (29. September) entschärft werden.

Aufgrund des Bombenfundes in Rodenkirchen müssen rund 3000 Anwohnerinnen und Anwohner am Dienstag evakuiert werden. (Symbolbild)  © Stadt Köln

Wie die Stadt Köln mitteilt, sei der Blindgänger im Bereich des Rodenkirchener Leinpfads gefunden worden.

Demnach handelt es sich bei dem Fundobjekt um eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe mit einem Front- und einem Heckaufschlagzünder.

Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes haben den Radius der Evakuierung auf 500 Meter eingegrenzt - von den Evakuierungsmaßnahmen werden daher rund 3000 Personen betroffen sein.

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Der Radius der Evakuierung wurde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst auf 500 Metern begrenzt.  © Stadt Köln

29. September, 15.20 Uhr: Freigabe erteilt

Nachdem alle Vorkehrungen getroffen worden sind, wurde die Freigabe zur Entschärfung des Blindgängers soeben erteilt.

Somit dürfte es nicht mehr allzu lange dauern, bis es zur kontrollierten Sprengung kommt.

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29. September, 14.29 Uhr: Auch Luftraum wird dicht gemacht - Krankentransporte fast abgeschlossen

Ab 14.30 Uhr soll auch der Luftraum rund um die Fundstelle gesperrt werden. Einen entsprechenden Antrag hat die Einsatzleitung des Ordnungsamtes bei der Flugsicherung gestellt.

Die Krankentransporte aus der Altenpflege-Einrichtung sind derweil fast abgeschlossen.

29. September, 13.43 Uhr: Diese Streckenabschnitte sind von A4-Sperrung betroffen

Neben der Vollsperrung der A4 zwischen dem Autobahndreieck Köln-Süd und dem Autobahndreieck Heumar sind folgende weitere Autobahnen von den Maßnahmen betroffen:

  • A555: Autobahnkreuz Köln-Süd Überleitung/Tangente auf A4 Fahrtrichtung Olpe vollgesperrt
  • A4: Anschlussstelle Köln-Poll Auffahrt in Fahrtrichtung Aachen gesperrt
  • A4: Im Autobahnkreuz Köln-Gremberg von L124 in Fahrtrichtung Aachen vollgesperrt
  • A559: Im Autobahnkreuz Köln-Gremberg das Ohr auf A4 in Fahrtrichtung Aachen vollgesperrt
  • A3: Im Autobahndreieck Köln-Heumar die Überleitungen/Tangenten auf A4 in Fahrtrichtung Aachen vollgesperrt

29. September, 13.31 Uhr: Sperrung der A4 wird vorbereitet

Wie die Stadt mitteilt, hat die Einsatzleitung des Ordnungsamtes inzwischen die Polizei angewiesen, die Maßnahmen zur Sperrung der A4 im betroffenen Gebiet einzuleiten. Laut Polizei dauert das voraussichtlich bis zu eineinhalb Stunden.

Wahrscheinlich ab 14.30 Uhr wird die Fahrbahn dann gesperrt. Der genaue Zeitpunkt hängt jedoch davon ab, wann die vorbereitenden Arbeiten der Autobahnmeisterei abgeschlossen sind.

Wann die A4 wieder freigegeben werden kann, ist noch unklar, da der Zeitpunkt für die Entschärfung nach wie vor offen ist. Die Stadt warnt allerdings schon jetzt, dass die Maßnahmen "mehr Zeit als üblich" in Anpruch nehmen könnten, "weil der Blindgänger zwei Zünder hat, von denen einer beschädigt ist."

29. September, 13.23 Uhr: Evakuierungsmaßnahmen dauern an

Die Evakuierung der Bewohnerinnen und Bewohner der Altenpflege-Einrichtung dauern weiterhin an. Das teilt die Stadt mit.

Die beiden Anwohner, die sich zuvor geweigert hatten, den Bereich zu verlassen, sind hingegen inzwischen außerhalb der Gefahrenzone.

Eine Person habe laut Stadt nach mehrfachem Klopfen freiwillig ihre Wohnung verlassen. Bei der anderen Person hätten sich Einsatzkräfte via Balkon Zutritt zur Wohnung verschaffen und die Person aus dem Gefahrenbereich verweisen müssen, heißt es weiter. Personalien wurden bei Beiden aufgenommen, entsprechende Bußgeldverfahren werden eingeleitet.

29. September, 12.36 Uhr: Anwohner verzögern Evakuierung

Aktuell verzögern zwei Personen die Evakuierung, da sie sich offenbar weigern, den Gefahrenbereich zu verlassen. Das teilt die Stadt mit.

Einsatzkräfte von Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr sind demnach auf dem Weg, um die Situation zu lösen.

Die Freigabe für die Entschärfung kann erst erteilt werden, wenn der Gefahrenbereich restlos verlassen wurde. Ein Zeitpunkt steht weiterhin nicht fest.

29. September, 12.26 Uhr: Krankentransporte laufen

Bislang wurden zwölf Krankentransporte angemeldet, berichtet die Stadt.

Hinzu kommen würden allerdings noch die Transporte für die Bewohner einer Altenpflege-Einrichtung: 14 Personen müssen liegend aus dem Gefahrenbereich gebracht werden, während 64 Menschen nur eingeschränkt mobil sind. 35 Bewohner können die Einrichtung selbstständig verlassen.

29. September, 11.31 Uhr: KVB-Haltestellen gesperrt - das sind die Alternativrouten

Aufgrund der Sperrung des Gefahrenbereichs können die Haltestellen "Heinrich-Lübke-Ufer", "Franktraße", "Maternusplatz" und "Rathaus Rodenkirchen" aktuell nicht von den KVB-Bussen angefahren werden.

Reisende müssen sich daher auf folgende Alternativrouten einstellen, wie Stadt und KVB mitteilen:

  • Die Linien 130 und 134 in Richtung Sürth fahren ab der Haltestelle "Bayenthal Gürtel" über das Oberländer Ufer, über die Militärringstraße, dann in die Konrad-Adenauer-Straße, Friedrich-Ebert-Straße zur Haltestelle "Bahnhof Rodenkirchen". Die Linie 130 fährt dann den normalen Linienweg weiter. Die Linie 134 fährt dann über die Ringstraße, Siegfriedstraße, Weißer Straße und dann wieder auf den normalen Linienweg.
  • Die Linien 131 und 134 in Richtung Sülz/Universität fahren ab der Haltestelle "Siegfriedstraße" über die Siegfriedstraße und die Ringstraße zur Haltestelle "Bahnhof Rodenkirchen". Die Linie 131 fährt ab "Bahnhof Rodenkirchen" über die Ringstraße, Siegfriedstraße, Weißer Straße und dann wieder auf dem normalen Linienweg.
  • Der Weg der Linie 135 in Richtung Meschenich wird bis zur Haltestelle "Siegfriedstraße bedient, ehe die Busse über die Siegfriedstraße und Weißer Straße wieder auf dem normalen Linienweg zurückkehren.
  • Ab "Bahnhof Rodenkirchen" fährt die Linie 135 in Richtung Uferstraße über die Ringstraße und die Siegfriedstraße und anschließend wieder auf dem normalen Linienweg

29. September, 11.23 Uhr: Diese Straßen werden gesperrt

Seit 11 Uhr sind folgende Straßen infolge der Evakuierung gesperrt:

  • Links- und rechtsrheinisch an den Rampen für den Fuß- und Radverkehr auf die Rodenkirchener Brücke
  • Militärringstraße/Heinrich-Lübke-Ufer
  • Heinrich-Lübke-Ufer (kurz vor der Rodenkirchener Brücke)
  • Rodenkirchener Leinpfad (westlich, kurz vor der Rodenkirchener Brücke)
  • Weidenweg (rechtsrheinisch)
  • Rodenkirchener Leinpfad (östlich, an der Rodenkirchener Riviera)
  • Uferstraße (ungefähr Höhe Hausnummer 11)
  • Im Park/Walther-Rathenau-Straße
  • Hauptstraße/Walther-Rathenau-Straße/Gudrunstraße
  • Nibelungenweg/Gudrunstraß
  • Nibelungenweg (ungefähr Höhe Hausnummer 13/14)
  • Schillingsrotter Straße (ungefähr Höhe Hausnummern 9/16)
  • Maternusstraße (ungefähre Höhe Hausnummern 31/44)
  • Brückenstraße/Maternusstraße/Ringstraße
  • Brückenstraße (ungefähr Höhe Hausnummern 41/110)
  • Frankstraße (ungefähr Höhe Überführung KVB-Gleise)
  • Konrad-Adenauer-Straße/Frankstraße

29. September, 10.13 Uhr: Gefahrenbereich soll weiträumig umfahren werden

Um den Gefahrenbereich möglichst schnell absperren zu können, bittet die Stadt Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer darum, das betroffene Gebiet weiträumig zu umfahren.

Das gilt auch für die A4, die voraussichtlich allerdings erst kurz vor der Freigabe zur Entschärfung gesperrt werden soll. "Sofern es das Einsatzgeschehen es zulässt, wird der betroffene Abschnitt der A4 so lange wie möglich offen gehalten", betont die Stadt.

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