Bombenfund am Elbufer: Entschärfung erfolgreich beendet, Sperrungen aufgehoben

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Pirna - Das Niedrigwasser hat am Sonntag am Elbufer zwischen den Pirnaer Ortsteilen Birkwitz und Pratzschwitz eine Weltkriegsbombe zum Vorschein gebracht. Von dem Blindgänger geht mittlerweile keine Gefahr mehr aus.

Am Montagmittag war es geschafft: Die gefundene 250-Kilo-Bombe konnte entschärft werden.
Am Montagmittag war es geschafft: Die gefundene 250-Kilo-Bombe konnte entschärft werden.  © Marko Förster

Um 13.20 Uhr hatten die Spezialisten am Montagmittag den Zünder der sowjetischen Fliegerbombe entfernt und anschließend gesprengt, wie die Polizei mitteilte. Rund 40 Minuten später seien die Sperrungen aufgehoben worden.

"Die 250-Kilogramm-Bombe wird im Anschluss zur Entsorgung in die zentrale Sammelstelle nach Zeithain gebracht", heißt es. Im Einsatz seien 218 Beamte der Polizeidirektion Dresden, der sächsischen Bereitschaftspolizei sowie des Kampfmittelbeseitigungsdienstes gewesen.

Während der Evakuierung war der gesamte öffentliche Nahverkehr im Evakuierungsgebiet eingestellt. Dies betraf auch die Bahnstrecke zwischen Pirna und Heidenau. Es kann trotz Streckenfreigabe noch zu Verspätungen und Ausfällen im S-Bahn-Verkehr kommen.

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Um den Fundort war ein Evakuierungsradius von etwa 1000 Meter gezogen worden. Rund 3800 Menschen waren beidseits der Elbe auf Pirnaer und Heidenauer Gebiet betroffen. Der Verkehr im Umfeld wurde von der Polizei abgeleitet. Autofahrer sollten den Evakuierungsbereich weiträumig zu umfahren.

Der Blindgänger war am Sonntag im Bereich Heidenau/Pratzschwitz entdeckt worden.
Der Blindgänger war am Sonntag im Bereich Heidenau/Pratzschwitz entdeckt worden.  © xcitepress/Lucas Friedenhain
Bewohner in einem 1000-Meter-Sperrkreis mussten ihre Häuser verlassen.
Bewohner in einem 1000-Meter-Sperrkreis mussten ihre Häuser verlassen.  © xcitepress/Lucas Friedenhain
Unterhalb vom Albert-Schwarz-Bad in Heidenau befand sich die Zentrale Kräftesammelstelle.
Unterhalb vom Albert-Schwarz-Bad in Heidenau befand sich die Zentrale Kräftesammelstelle.  © Daniel Förster
Die Bombe war sowjetischer Bauart.
Die Bombe war sowjetischer Bauart.  © xcitepress/Lucas Friedenhain
Die Entschärfung startete um 12.40 Uhr.
Die Entschärfung startete um 12.40 Uhr.  © xcitepress/Lucas Friedenhain
Johanniter betreuten evakuierte Anwohner in der Turnhalle des Pestalozzi-Gymnasiums Heidenau.
Johanniter betreuten evakuierte Anwohner in der Turnhalle des Pestalozzi-Gymnasiums Heidenau.  © Daniel Förster

Evakuierungsgebiet umfasste Pirnaer und Heidenauer Gebiete

So sah der Sperrbereich aus.
So sah der Sperrbereich aus.  © PD Dresden

Wie die Stadt Pirna mitteilte, mussten folgende Bereiche geräumt werden:

  • gesamter Naturbadesee Birkwitz-Pratzschwitz einschließlich Liegewiese
  • die Pratzschwitzer Straße ab der Einmündung Am See bis zur Einfahrt zum Sportplatz
  • die Straßen Am See, Seewiese, An der Elbaue, Am Lehnfeld

Die Feuerwache Pratzschwitz (Pratzschwitzer Straße 102) diente ab 9 Uhr als Notunterkunft. "Die Stadt bittet darum, diese Unterkunft nur zu nutzen, wenn keine andere Unterbringungsmöglichkeit besteht", hieß es.

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Das Evakuierungsgebiet in Heidenau umfasste:

Beethovenstr.  (5, 7, 9, 11, 11A, 13, 13A, 15, 15A), Dohnaer Str. (1, 3, 3A, 5, 7, 7A, 9, 11, 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25, 27, 29, 37, 39, 41, 43), Dürerstr. 2, Erna-Scholz-Str. (vollständig), Franz-Schubert-Str. (vollständig), Friedrich-Engels-Str. (vollständig), Fritz-Gumpert-Platz, Geschwister-Scholl-Str. (1A, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 8A, 9, 10, 10 A, 10B, 10C, 11, 12, 13, 14, 15, 17, 19, 21, 21A, 21B), Hauptstr. ab 36 bis 103, Johann-Sebastian-Bach-Str. (vollständig), Karl-Liebknecht-Platz (vollständig), Karl-Marx-Str. (vollständig), Martin-Luther-Str. (6, 6F, 7, 8, 10, 12, 14), Melanchthonstr. (vollständig), Mittelsteig (vollständig), Mozartstr. (vollständig), Naumannstr. (vollständig), Pirnaer Str. (1, 5, 10-86), Querstr. (vollständig), Richard-Strauss-Str. (vollständig), Robert-Schumann-Str. (vollständig), Rosa-Luxemburg-Str. (vollständig), Schillerstr. (1, 2, 4, 5, 6 bis 15, 17, 21, 25), Schmiedestr. (vollständig), Waldstr. (vollständig).

Als Notunterkunft fungierte die Turnhalle des Pestalozzi-Gymnasiums (Hauptstraße 37, 01809 Heidenau).

Erstmeldung vom 16. August, 19.44 Uhr. Letzte Aktualisierung am 17. August, 14.32 Uhr

Titelfoto: Montage: Marko Förster, Daniel Förster

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